Rekorde und Olympia-Qualifizierungen

Rekorde beim Barcelona-Marathon 2012

In 2:11:14 Stunden gewann Debütant Julius Chepkowony aus Kenia den Barcelona-Marathon 2012. 20.000 Läufer nahmen teil.

Barcelona Marathon 2012 - Die Fotos

Bei Frühlingswetter nahmen 20.000 Läufer am Barcelona-Marathon 2012 am 25. März teil. In 2:11:14 Stunden gewann Julius Chepkowony aus Kenia seinen ersten Marathon. Hinter Julius Chepkowony kamen seine Landsmänner Japhet Kipchirchir Kipkorir in 2:11:31 Stunden und Willy Kimutai Kangogo (2:11:34) ins Ziel. Bei den Frauen war es ebenfalls eine Kenianerin, die auf dem ersten Platz landete: Emily Chepkomy Samoe (2:26:52) lag deutlich vor der Zweitplatzierten Biruktait Eshetu Degefa (2:29:52, Äthiopien). Dritte wurde die Spanierin Elena Espeso Gayte (2:30:52).

Siegerin Emily Samoei Chepkomy lief mit ihrer Zeit 2:26:52 Stunden einen neuen Streckenrekord. Den alten Rekord von 2:30:04 Stunden unterbot sie damit um über drei Minuten. Die war jedoch nicht der einzige Rekord beim Barcalona-Marathon 2012: Abderrahman Ait Kamouch brach mit 2:25:43 Stunden den Marathon-Weltrekord der Kategorie T46 (Arm-amputiert) und erreichte die Qualifikation für die Paralympischen Spiele in London.

Beim Barcelona-Marathon durchqueren die Marathonläufer den Arc de Triomf in Barcelona.

Bild: Norbert Wilhelmi

Neben den Siegerin hatten die Spanier Jose Carlos Hernandez (8. Mann, 2:11:57) und Debütantin Elena Espeso Gayte (3. Frau, 2:30:52) Grund zur Freude: Sie qualifizierten sich für die Olympischen Spiele in London.

Auf der Strecke passierten die Läufer unter anderem das Camp Nou, als Stadion des FC Barcelonas das bisher größte in Europa. Weitere Highlights waren die im neukatalischen Stil entworfene Kirche Sagrada Familia, die zum UNESCO-Weltkulturerbe zählt und der spanische Triumpfbogen.

Den Barcelona-Marathon gibt es schon seit 1978. Die ersten Auflagen waren jedoch keine reinen Stadtkurse, sondern starteten in dem Küstenörtchen Mataró, etwa 15 Kilometer nordöstlich an der Costa Brava gelegen. Dieser Kurs wurde in etwa auch zu den Olympischen Sommerspielen 1992 gelaufen. Ab 2001 wurde dann der Marathon ein reiner Stadtmarathon. 2005 wurde er mangels Genehmigungen seitens der Stadt in das Umland zwischen den Orten Castelldefels, Gavá und Sitges verlegt. Erst seit 2006 findet der Barcelona-Marathon wieder direkt in Barcelona statt.