Berlin-Marathon

Regen schwemmt Weltrekordversuch weg

Patrick Makau siegte beim Berlin-Marathon in 2:05:08. Aberu Kebede gewann die Frauenwertung in 2:23:58. Sabrina Mockenhaupt wurde Vierte in 2:26:21.

Patrick Makau

Patrick Makau

Bild: photorun.net

In Abwesenheit von Weltrekordler Haile Gebreselassie aus Äthiopien konnten beim Berlin-Marathon zwei Kenianer die Plätze eins und zwei belegen: Patrick Makau siegte in 2:05:08 Stunden knapp vor Geoffrey Mutai, mit dem er sich bis zum Zielstrich knapp hinter dem Brandenburger Tor einen packenden Zweikampf geliefert hatte.

Strömender Regen und kühle Temperaturen verhinderten den angekündigten Weltrekord. Dritter wurde der junge Äthiopier Bazu Worku in 2:05:25 Stunden, der in einem beherzten Rennen noch bis zum Gendarmenmarkt bei Kilometer 40 mit den Kenianern mithalten konnte.

Die äthiopische Langstreckler-Ehre verteidigte dafür bei den Frauen Aberu Kebede mit dem Sieg in persönlicher Bestzeit von 2:23:58 Stunden. Zweite wurde die als Favoritin gehandelte Kenianerin Bezunesh Bekele bei ihrem bereits dritten Marathon in diesem Jahr in 2:24:58. Stunden. Die Japanerin Tomo Morimoto wurde Dritte in 2:26:10 Stunden.

Nur knapp am Siegerpodest vorbei schrammte die schnellste Deutsche, Sabrina Mockenhaupt, mit dem vierten Platz, dafür verbesserte sie ebenso knapp ihre persönliche Bestzeit auf 2:26:21 Stunden.

Der bei den Männern angekündigte Weltrekord wurde durch die Wetterbedingungen vereitelt. Der Dauerregen sorgte für große Pfützen auf dem Berliner Asphalt, das hochspritzende Wasser kühlte die Läufer aus. Die Spitzengruppe ging geführt von ihren Tempomachern das Rennen zwar auf Weltrekordkurs an, bei Kilomter 15 lag sie mit 44:10 Minuten nur sieben Sekunden hinter der Weltrekord-Durchgangszeit von Haile Gebreselassie. Und auch bei Halbmarathon war man noch auf Kurs mit 62:32 Minuten; angepeilt war jedoch eine glatte 62-er Zeit. Und auf den folgenden drei Kilometern fiel das Spitzenfeld dann noch weiter hinter den Weltrekordkurs zurück, der Weltrekord war ab hier nicht mehr möglich.

Weltklasse war in Berlin wieder einmal das Publikum: Obwohl der Regen keine Pause machte, feuerten wieder tausende Zuschauer pausenlos die Läufer an; so viele Zuschauer wünschte sich so mancher Stadtmarathon bei schönstem Sommerwetter.

„Das Wetter hat es absolut schwer gemacht“, urteilte Sabrina Mockenhaupt im Ziel. „Auf den ersten Kilometern musste ich die Bestzeit eigentlich schon abhaken. Aber mein Vater hat mich gut angetrieben – und ich habe hinten raus alles gegeben.“ Begeistert war die beste Deutsche von den Berliner Zuschauern und der Strecke, auf der sie zum ersten Mal lief: „Hier werde ich auf jeden Fall nochmal meine Zeit verbessern!“

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