Terroranschlag beim Boston-Marathon

Reaktionen nach den Bombenanschlägen beim Boston-Marathon

Nach den Terroranschlägen beim Boston-Marathon sind alle Läufer weltweit bestürzt und betroffen. Einige Reaktionen von Veranstaltern und Offiziellen.

Boston_Athletic_Association

Der Boston-Marathon gehört zu den bedeutendsten Laufveranstaltungen der Welt.

Bild: Boston-Marathon

Am Tag nach den Terroranschlägen beim Boston-Marathon, bei denen drei Menschen ums Leben kamen und über 170 verletzt wurden, gab es unter anderem die folgenden Reaktionen und Statements. Währenddessen bestätigen die Veranstalter der Marathonrennen von London und Hamburg, dass die Läufe am kommenden Sonntag stattfinden werden.

Boston Athletic Association (Boston-Marathon):
„Die Boston Athletic Association spricht allen Betroffenen ihr tiefes Mitgefühl aus. Heute ist ein trauriger Tag für die Stadt Boston, für die Läufer-Gemeinschaft und für alle, die hier waren, um den 117. Boston-Marathon zu erleben. Was ein Tag der Freude und des Feierns werden sollte, wurde schnell zu einem Tag, an dem das Marathonlaufen unwichtig wurde. Zurzeit kooperieren wir mit der Stadt Boston, dem Staat Massachusetts und den Bundes-Sicherheitsdiensten. Wir möchten uns bedanken bei unzähligen Menschen in aller Welt, die uns unterstützen.“

Lamine Diack (Präsident des internationalen Leichtathletik-Verbandes, IAAF):
„Unser Verband trauert um die in Boston getöteten Menschen und spricht den betroffenen Familien sein tiefstes Beileid aus. Unsere Gedanken sind bei ihnen sowie bei den vielen Menschen, die verletzt wurden. Diese grässliche und feige Attacke hat dort getroffen, wo es die freieste menschliche Aktivität gab. Ob als Breitensportler oder Eliteläufer – der Straßenlauf ist das Beispiel schlechthin für die Ehrlichkeit menschlicher Bewegung, für Stärke und Zähigkeit. Wir stehen in dieser tragischen Zeit stark hinter den Veranstaltern des Boston-Marathons – einem IAAF-Gold-Label-Straßenrennen, dem ältesten existierenden Marathon –, der ,Association of International Marathons and Distance Races’ und hinter den Menschen von Boston.

Wir verurteilen diesen rücksichtslosen Angriff. Was diesen Vorfall so abscheulich macht und seine Planung so unverständlich, ist, dass Marathonrennen in der ganzen Welt eine selbstlose Art humaner Großzügigkeit darstellen. Millionen von Dollar werden jedes Jahr bei Straßenläufen für karitative Zwecke gesammelt. Die Veranstaltungen werden von tausenden von ehrenamtlichen Helfern möglich gemacht, die ihre Zeit zur Verfügung stellen, um alles umsetzen – vom Kleidungstransport bis zur Wasserversorgung auf der Strecke. Die Straßen werden gesäumt von unzähligen, Millionen von Zuschauern, die selbstlos einfach nur applaudieren, Mut machen und das Bemühen der Athleten unterstützen. Es kann keine Entschuldigung geben, ebenso wenig einen rechtfertigenden Grund für diese Explosionen in Boston, die uns anekeln.“

Nick Bitel (Vorstandsvorsitzender des Virgin London-Marathons):
„Wir sind tief betroffen und schockiert von den Nachrichten aus Boston. Unsere Gedanken sind bei den Menschen dort und ihren Familien. Dies ist ein sehr trauriger Tag für die Leichtathletik und für unsere Freunde und Kollegen des Marathon-Laufsports. Unser Sicherheitsplan wird gemeinsam mit der Metropolitan Police entwickelt, und wir waren umgehend in Kontakt, nachdem wir von den Vorfällen hörten. Die Unterstützung, die wir von unseren Mitarbeitern, den Londoner Bezirken und der weiten Lauf-Gemeinschaft erhielten, ist herausragend. Wir haben die volle Unterstützung der Londoner Polizei, des Bürgermeisters und der anderen Behörden. Wir wollen unseren Läufern, Zuschauern, Helfern und allen anderen, die mit der Veranstaltung in Verbindung stehen, versichern, dass wird alles tun, um ihre Sicherheit zu gewährleisten, und dass der Virgin London Marathon 2013 ein herausragender Erfolg wird.“

Wolfgang Konrad (Race-Direktor des Vienna City Marathons):
„Wir sind betroffen und schockiert über die Nachrichten aus Boston. Unsere Gedanken sind bei den Menschen dort und deren Familien, denen wir uns als Freunde des Marathonsports nahe fühlen. Alle Beteiligten müssen die Fakten, sobald sie vorliegen, genau analysieren. Marathonlaufen ist weltweiter Ausdruck für ein friedliches Miteinander, umso erschütternder sind diese Vorfälle.“

Horst Milde (Sprecher der German Road Races und Initiator des Berlin-Marathons):
„Mit tiefster Bestürzung und Betroffenheit sahen wir gestern die erschreckenden Bilder vom 117. Boston-Marathon. Unsere Anteilnahme und unser Mitgefühl gilt den Betroffenen sowie den Familien und Angehörigen der verletzten und getöteten Menschen, die als Läufer, Zuschauer oder Helfer bei diesem ältesten Marathon der Welt dabei waren. Die weltweite Lauf-Community und Öffentlichkeit fühlt sich mit betroffen und angegriffen von diesen durch nichts zu rechtfertigenden Verbrechen bei einem friedlichen und völkerverbindenden Treffen des internationalen Sports.

Es ist ein schwarzer Tag für die friedliebende internationale Sportgemeinschaft. Den Organisatoren des Boston-Marathons (B.A.A.) und den US-Sicherheitsbehörden in Boston zollen wir unseren Respekt und unsere Anerkennung für ihr umsichtiges Verhalten und den sehr schnellen Einsatz nach den Explosionen. Wir hoffen auf eine schnelle Aufklärung und wünschen der internationalen Laufgemeinschaft keine bleibenden Schäden. Die German Road Races stehen geschlossen hinter dem Boston-Marathon.“

Marathon Hamburg:
"Wir sind tief betroffen und geschockt über die Vorgänge beim Boston Marathon. Unsere Gedanken und unser Mitgefühl gilt jetzt den Familien der getöteten und verletzten Läufer und Zuschauer. Es ist ein trauriger Tag für den Sport und für alle Marathonläufer.

Wir stehen in engem Kontakt mit der Innenbehörde, die prüft, ob gegebenenfalls zusätzliche Maßnahmen zur Sicherung des Haspa Marathon Hamburg ergriffen werden. In jedem Fall wird die Veranstaltung am kommenden Wochenende wie geplant stattfinden."

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