New York Marathon

Radcliffe will Sieg in New York

Paula Radcliffe will den New York Marathon gewinnen, Irina Mikitenko hofft als Zuschauerin auf WMM-Coup.

Rechtzeitig vor dem ING New York City Marathon am kommenden Sonntag ist Paula Radcliffe wieder in vielversprechender Form. Die Marathon-Weltrekordlerin, die in ,Big Apple’ ihren dritten Sieg beim dritten Start nach 2004 und 2007 erringen möchte, gewann am vergangenen Sonntag ein 10-Meilen-Rennen in Portsmouth (England) und stellte dabei trotz Regen und Wind mit 51:11 Minuten einen britischen Rekord auf.

Bereits im vergangenen Jahr liefen Paula Radcliffe und Gete Wami im direkten Zweikampf.

Bild: photorun.net

Für das Marathon-Spektakel des Jahres haben rund 45.000 Athleten gemeldet. Für die schnellsten von ihnen geht es um Prämien von über 600.000 Dollar. Der New York City Marathon ist zudem die finale Station der zweiten Serie der World Marathon Majors (WMM), 2007-2008. Während bei den Männern inzwischen Martin Lel (Kenia) als Sieger feststeht, ist das WMM-Rennen der Frauen noch offen. Hier liegt Irina Mikitenko (TV Wattenscheid) gemeinsam mit Gete Wami in Führung. Während die Deutsche zuschauen wird, rennt die Äthiopierin, um eventuell noch entscheidende Punkte zu ergattern.

Um auch die zweite WMM-Serie zu gewinnen, müsste Gete Wami mindestens Zweite werden. Denn Wami hat bereits die Maximalzahl von vier Rennen in der Wertung, daher würden ihr die Plätze drei, vier und fünf nicht weiter helfen. Sollte Wami keinen der ersten beiden Ränge belegen, hätte auch noch Catherine Ndereba eine Chance. Die Kenianerin müsste dann gewinnen.

Sollte die Frauen-Serie tatsächlich punktgleich zwischen Mikitenko und Wami enden, würde der direkte Vergleich zählen: Auch hier steht es unentschieden, denn die Äthiopierin ließ 2007 die Deutsche in Berlin hinter sich und in London war es umgekehrt. So müsste schließlich eine Abstimmung unter den fünf WMM-Race-Direktoren entscheiden.

Gete Wami trifft in New York auf enorm starke Konkurrenz, was Irina Mikitenko nur recht sein kann. Dabei kommt es zu einer Neuauflage des Duells zwischen Gete Wami und Paula Radcliffe. Die britische Weltrekordlerin (2:15:25) will sich in New York im Marathon zurückmelden, nachdem sie aufgrund von Verletzungen ein verkorkstes Jahr erlebt hatte – zum zweiten Mal scheiterte sie dabei bei Olympischen Spielen im Rennen um Gold. In Athen war sie 2004 entkräftet ausgestiegen, in Peking war sie nach einem Ermüdungsbruch noch längst nicht in Bestform und wurde 23.

Hinter der Form von Gete Wami steht ein kleines Fragezeichen. Die Äthiopierin hatte zwar Anfang Oktober den Newcastle-Halbmarathon gewonnen, hatte aber auf den letzten Kilometern Muskelprobleme. New York ist nun in einer Zeitspanne von etwas über 13 Monaten bereits der fünfte Marathon für Gete Wami. Zwar gab sie das Rennen bei Olympia in Peking nach der 30-km-Marke auf, jedoch scheint sich Gete Wami bei diesem Programm insgesamt doch etwas übernommen zu haben.

Auch für Catherine Ndereba wird es in New York nicht leicht. Die Kenianerin hat den olympischen Marathon in den Knochen, in dem sie wie vor vier Jahren eine Silbermedaille gewann. Frischer könnte eine andere Kenianerin sein: Rita Jeptoo ist die Siegerin des Boston-Marathons 2006. Sie war 2005 und 2007 beim WM-Marathon jeweils Siebte. Für eine Überraschung sorgen könnten auch zwei Debütantinnen – gerade aufgrund der beschriebenen Situation einiger Favoritinnen. Kara Goucher (USA) und Kim Smith (Neuseeland) laufen ihren ersten Marathon. Goucher hatte im vergangenen Jahr überraschend Bronze über 10.000 m bei der WM gewonnen und lief dann als Siegerin des Newcastle-Halbmarathon die schnellste Zeit einer Amerikanerin aller Zeiten: 66:57 Minuten. Dabei besiegte sie überraschend Paula Radcliffe. Kim Smith war bei der WM 2007 Fünfte. Die Neuseeländerin hat sich langfristig auf den New York-Marathon vorbereitet.

Bei den Männern treffen die Sieger der Jahre 2004 bis 2006 aufeinander: Hendrick Ramaala (Südafrika), Paul Tergat (Kenia) und Marilson Gomes dos Santos (Brasilien). Unvergessen ist das Sprintduell um den Sieg zwischen Tergat und Ramaala 2005, als sich der Kenianer knapp durchsetzte. Paul Tergat ist laut Manager Federico Rosa in sehr guter Form. Er trifft unter anderen auf Abderrahim Goumri (Marokko), der in diesem Jahr den marokkanischen Marathon-Rekord in London auf 2:05:30 Stunden verbesserte. Nach dem derzeitigen Stand ist Goumri damit der zweitschnellste Läufer im Feld hinter dem Ex-Weltrekordler Tergat (2:04:55). Gespannt sein darf man, wie sich zum Beispiel der Frankfurt-Marathon-Sieger der letzten drei Jahre, Wilfred Kigen (Kenia/Bestzeit: 2:07:33) schlagen wird.

Text: race-news-service.com
Foto: www.photorun.net

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