Berlin-Marathon

Persönliche Bestzeiten

Berlin-Marathon 2010

Sabrina Mockenhaupt beim Berlin-Marathon 2010.

Bild: Norbert Wilhelmi

Durch die drei Topzeiten im Männerrennen hat der Berlin-Marathon in der Liste der schnellsten City-Marathonrennen der Welt wieder die Spitzenposition übernommen. Hier wird der Durchschnitt der zehn schnellsten je bei dem Rennen gelaufenen Zeiten gewertet. Der Berlin-Marathon führt nun mit einer Schnittzeit von 2:05:09,6 Stunden vor Rotterdam (2:05:15,1) und London (2:05:30,6).

„Ich glaube, dass ich heute das beste Rennen meiner Karriere gelaufen bin, denn die Bedingungen machten es wirklich sehr schwer“, sagte Patrick Makau, der sich neben einer Siegprämie von 40.000 Euro einen Zeitbonus von 30.000 Euro verdiente. Im Ziel wurden die beiden Kenianer von ihrem Ministerpräsidenten Raila Odinga beglückwünscht, der das Zielband hielt. „Diesen Augenblick werde ich nie vergessen. Es ist ein Traum, ihm zu begegnen“, sagte Geoffrey Mutai.

Nach einem anfangs langsamen Tempo setzten sich im Frauenrennen nach rund 10 km die drei Äthiopierinnen Aberu Kebede, Bezunesh Bekele und Genet Getaneh mit einer deutlichen Tempoverschärfung ab. Das Trio erreichte, geführt von Tempomachern, die Halbmarathonmarke nach 1:12:20 Stunden. Während Getaneh zwischen Kilometer 25 und 30 einbrach, weit zurückfiel und am Ende nicht unter die besten Zehn kam, fiel die Vorentscheidung im Kampf um den Sieg kurz nach der 25-km-Marke. Aberu Kebede, die sich im Januar als Zweite in Dubai auf 2:24:26 Stunden gesteigert hatte und dann den Rotterdam-Marathon in 2:25:29 gewann, löste sich und vergrößerte danach ständig ihren Vorsprung.

„Es war sehr schwer in dem Regen, aber man kann das Wetter nicht ändern. Ich bin froh, dass ich in Berlin gelaufen bin“, sagte die gerade erst 21-jährige Aberu Kebede, die in Berlin den größten Erfolg ihrer Karriere feierte und sich dafür alles zusammen 47.500 Euro verdiente. Im Kampf um Platz drei musste sich Sabrina Mockenhaupt der Japanerin Tomo Morimoto geschlagen geben. Lange Zeit waren die beiden zusammen gelaufen, doch am Ende war die Japanerin in 2:26:10 Stunden elf Sekunden schneller als Sabrina Mockenhaupt.

Sabrina Mockenhaupt durfte sich aber mit einer hauchdünnen Bestzeit trösten: Um eine Sekunde unterbot sie ihren zwei Jahre alten persönlichen Rekord. Ihre 2:26:21 Stunden bedeuten zudem eine deutsche Jahresbestzeit. „Die ersten fünf bis zehn Kilometer waren viel zu langsam. Was wir dort verloren haben, ließ sich leider nicht mehr aufholen.

Tomo Morimoto kam mit 11 Sekunden Vorsprung vor Sabrina Mockenhaupt als Dritte ins Ziel.

Bild: Norbert Wilhelmi

Auch wenn ich meine Bestzeit nur um eine Sekunde verbessern konnte, habe ich mir das bei diesen extrem schweren Wetterbedingungen verdient“, sagte Sabrina Mockenhaupt, die ursprünglich gehofft hatte, den Familienrekord ihres Vaters (2:24:59) zu brechen. „Aber ich habe bei diesem Rennen viel gelernt und das war heute sicher ein großer Schritt für meine zukünftige Marathon-Karriere.“

Text: race-news-service.com (2, Norbert Wilhelmi (2))
Foto: photorun.net

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Makau läuft "Regen-Rekord"