Boston-Marathon

Perfektes Wetter ermöglichte Superzeiten

Geoffrey Mutai

Geoffrey Mutai.

Bild: photorun.net

In Boston herrschten am Montag ideale Wetterbedingungen. Zur Startzeit betrug die Temperatur rund 10 Grad Celsius, mittags waren es 16 Grad. Bei Sonne profitierten die Läufer auf der Punkt-zu-Punkt-Strecke von Hopkinton nach Boston von einem eher seltenen Rückenwind. Bei diesen Bedingungen liefen auch die Frauen Topzeiten. Dabei gab es zum wiederholten Mal in Boston eine Spurtentscheidung um den Sieg und die damit verbundene 150.000-Dollar-Prämie. Caroline Kilel (Kenia) setzte sich schließlich in 2:22:36 Stunden mit nur zwei Sekunden Vorsprung vor Desiree Davila (USA) durch. Dritte wurde mit nur sechs Sekunden Abstand zur Siegerin Sharon Cherop (Kenia/2:22:42). Ihr folgten Caroline Rotich (Kenia/2:24:26), Kara Goucher (USA/2:24:52) und Dire Tune (Äthiopien/2:25:08).

Die Bostoner Ergebnisse können aus zweierlei Gründen nicht als Rekorde anerkannt werden. Als vor rund zehn Jahren der internationale Leichtathletik-Verband (IAAF) Rekorde in den Straßenläufen erstmals offiziell anerkannte, wurden in Zusammenarbeit mit der Association of International Marathons and Distance Races (AIMS) unter anderem Streckenkriterien aufgestellt.

Ohne deren Erfüllung finden entsprechende Ergebnisse keinen Eingang in die Rekordlisten. So dürfen Strecken bei Straßenläufen nicht mehr als einen Meter pro Kilometer abfallen. Im Marathon wären dies also maximal 42 Meter. Die Bostoner Strecke hat ein Gefälle von 139 Metern. Ohne Zweifel ist sie aufgrund diverser Hügel trotzdem schwer zu laufen. Das zweite entscheidende Kriterium ist die Entfernung zwischen Start und Ziel. Diese darf maximal 50 Prozent der Streckenlänge betragen. In Boston sind Start und Ziel jedoch deutlich weiter als 21,0975 km voneinander entfernt. Durch derartige Punkt-zu-Punkt-Kurse können Läufer, wie am Montag in Boston, von Rückenwind profitieren.

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