London-Marathon 2013

Pech für Olympiasiegerin Tiki Gelana

Olympiasiegerin Tiki Gelana stürzte infolge einer Kollision mit einem Elite-Rollstuhlfahrer. Priscah Jeptoo siegte in der Jahresweltbestzeit von 2:20:15 Stunden.

London-Marathon 2013

Priscah Jeptoo gewinnt mit einer Jahresweltbestzeit.

Bild: photorun.net

Das Rennen der Frauen war gekennzeichnet von einem unruhigen Lauf mit vielen Tempowechseln. Die Spitzengruppe nahm dabei das Tempo der „Hasen“ nie richtig an und erreichte schließlich die Halbmarathonmarke in 71:49 Minuten. Geplant war ursprünglich eine Zeit von 69:15. Zuvor hatte es bei Kilometer 15 einen Zwischenfall gegeben, der das Rennen beeinflusste. Eine Gruppe von sieben afrikanischen Läuferinnen hatte gerade das Tempo erhöht, doch an einem Verpflegungsstand kollidierte Olympiasiegerin Tiki Gelana mit einem Elite-Rollstuhlfahrer und fiel zu Boden. Die Äthiopierin war plötzlich nach links gelaufen, um ihre Flasche zu erreichen und hatte nicht damit gerechnet, dass hinter ihr Rollstuhlfahrer kamen. Mehrere andere Läuferinnen der Gruppe mussten abstoppen, einige erreichten ihre Flasche nicht, und ein anderer Rollstuhlfahrer fuhr in dem Durcheinander über den Fuß von Weltmeisterin Edna Kiplagat. „Diese Situation hat ganz sicher das Rennen beeinflusst. Es sah für mich auch so aus, als ob die Gruppe danach etwas langsamer lief, um Tiki Gelana wieder herankommen zu lassen“, erklärte die als Co-Kommentatorin für die BBC tätige Weltrekordlerin Paula Radcliffe.

Trotz des harten Sturzes lief Tiki Gelana, die auch bei ihrem Olympiasieg in London im vergangenen Sommer zu Fall gekommen war, weiter und war relativ schnell wieder in der Führungsgruppe. Doch angeschlagen, ging ihr die Kraft aus. Bei einem zweiten Zwischenstopp musste sie sich einen Schnürsenkel zubinden. Am Ende wurde sie 16. mit 2:36:55 Stunden.

Vor der 25-km-Marke hatten sich vier Läuferinnen abgesetzt: die Kenianerinnen Edna Kiplagat, Priscah Jeptoo und Florence Kiplagat sowie Meselech Melkamu (Äthiopien), die nach ihrem Debüt-Sieg in Frankfurt 2012 (2:21:01) ihren zweiten Marathon lief. Es sah dann kurzzeitig so aus, als ob sich Edna Kiplagat alleine absetzen könnte. Doch Priscah Jeptoo kam heran und zog ihrerseits nach rund 33 km vorbei. Das war die Entscheidung zugunsten der Olympia-Zweiten. „Ich wusste heute morgen, dass ich gut laufen würde. Aber das ist natürlich ein sehr starkes Feld gewesen, da kann man nie sicher sein. Ich habe immer damit gerechnet, dass noch eine Konkurrentin von hinten kommt“, sagte die 28-Jährige, die die zweite Hälfte in sehr starken 68:26 Minuten lief und in London den größten Sieg ihrer Karriere feierte.

London-Marathon 2013 - Bilder

Die Ergebnisse von London im Überblick:

Männer:
1. Tsegaye Kebede   ETH   2:06:04
2. Emmanuel Mutai   KEN   2:06:34
3. Ayele Abshero  ETH  2:06:57
4. Feyisa Lilesa   ETH  2:07:46
5. Wilson Kipsang KEN  2:07:47
6. Stephen Kiprotich  UGA  2:08:05
7. Yared Asmerom  ERI  2:08:22
8. Stanley Biwott  KEN  2:08:39
9. Hafid Chani  MAR  2:09:11
10. Ayad Lamdassem  ESP  2:09:28
11. Patrick Makau  KEN  2:14:10
12. Patrick Rizzo  USA  2:16:05

Frauen:
1. Priscah Jeptoo KEN  2:20:15
2. Edna Kiplagat  KEN 2:21:32
3. Yukiko Akaba JPN  2:24:43
4. Atsede Baysa ETH 2:25:14
5. Meselech Melkamu  ETH  2:25:46
6. Florence Kiplagat  KEN 2:27:05
7. Mai Ito  JPN  2:28:37
8. Alevtina Biktimirova RUS  2.30:02
9. Susan Partridge GBR  2:30:46
10. Irvette van Zyl RSA  2:31:26

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Tsegaye Kebede und Priscah Jeptoo gewinnen London-Marathon 2013