Berlin Marathon 2010

Patrick Makau läuft "Regen-Rekord" mit 2:05:08 Stunden

Patrick Makau lief beim Berlin Marathon mit 2:05:08 "Regen-Rekord", Sabrina Mockenhaupt wurde mit persönlichem Rekord von 2:26:21 Vierte.

Berlin Marathon 2010

Patrick Makau gewann den Berlin Marathon 2010.

Bild: photorun.net

Patrick Makau lief eines der besten Rennen aller Zeiten über 42,195 km, doch starker Regen verhinderte beim Berlin-Marathon, dass er dafür mit dem Weltrekord belohnt wurde. Trotz der schlechtesten Wetterbedingungen bei diesem Rennen seit über 20 Jahren, hat der Kenianer in einer Weltklassezeit gewonnen: Der 25-Jährige stürmte im Dauerregen und bei Temperaturen von anfangs 12 Grad Celsius nach 2:05:08 Stunden ins Ziel am Brandenburger Tor. Mit diesem "Regen-Rekord" erzielte er die elftschnellste je in der Welt gelaufene Zeit und die fünftschnellste in Berlin. Nur zwei Sekunden hinter dem 25-Jährigen wurde sein Landsmann Geoffrey Mutai (2:05:10) Zweiter. Rang drei ging an den Äthiopier Bazu Worku mit 2:05:25. Zum ersten Mal in der Geschichte des Rennens blieben drei Läufer unter 2:06 Stunden. Als bester deutscher Läufer kam Richard Friedrich (LG Passau) in 2:20:43 auf Rang 21 ins Ziel.

Schnellste Frau war Aberu Kebede (Äthiopien), die mit 2:23:58 Stunden eine persönliche Bestzeit aufstellte. Die 21-Jährige gewann vor Bezunesh Bekele (2:24:58) und Tomo Morimoto (Japan/2:26:10). Als Vierte verbesserte Sabrina Mockenhaupt (Kölner Verein für Marathon) ihre persönliche Bestezeit um eine Sekunde: Die 29-Jährige war nach 2:26:21 im Ziel. Für den 37. Berlin-Marathon hatten 40.945 Läufer aus 122 Nationen gemeldet. Rund 700.000 Zuschauer säumten die 42,195 km lange Strecke.

Trotz Regen und teilweise großen Pfützen auf der Straße führten die Tempomacher die Spitzengruppe zunächst mit einem Weltrekordtempo durch Berlin. Mit Zwischenzeiten von 29:20 Minuten (10 km) und 44:10 (15 km) war die Gruppe mit zehn Läufern plus Tempomachern auf Kurs für den Strecken- und Weltrekord von Haile Gebrselassie (Äthiopien/2:03:59 im Jahr 2008). Doch in der Folge konnten die Favoriten dieses Tempo nicht mehr ganz halten, so dass die Bestzeit außer Reichweite geriet. Nach 62:36 Minuten war die Halbmarathonmarke erreicht – die ursprüngliche Zielzeit für diesen Punkt war 62:00. „Durch das kalte Spritzwasser bekam ich schon nach 30 km Muskelprobleme. Ich bin froh, dass ich am Ende trotzdem Zweiter wurde“, erklärte Geoffrey Mutai, während Patrick Makau erklärte: „Das war ein hartes Stück Arbeit, denn es war kühl, windig und nass. Mir tun jetzt noch die Muskeln weh. An Wasser hat es heute wahrlich nicht gefehlt!“

Bild: photorun.net

Als nach rund 33 km mit Eric Ndiema (Kenia) der letzte Tempomacher aus dem Rennen ging, lagen noch drei Läufer an der Spitze: Die von vornherein favorisierten Makau und Mutai sowie der Junioren-Weltrekordler Bazu Worku (2:06:15). Der erst 20-jährige Äthiopier machte dabei immer wieder Tempo. Doch an der 40-km-Marke war er geschlagen. Makau und Mutai zogen davon und damit gab es genau jenes Duell, das der Rotterdam-Marathon im April gesehen hatte. Und auch der Ausgang war identisch, allerdings noch knapper: Mit sieben Sekunden Vorsprung hatte Makau vor Mutai in Holland gewonnen (2:04:48 zu 2:04:55), zwei Sekunden waren es am Sonntag in Berlin. Es war das knappste Finish beim Berlin-Marathon seit dem Weltrekordlauf von Paul Tergat 2003. Damals siegte der Kenianer in 2:04:55 mit einer Sekunde Vorsprung vor Sammy Korir.

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