London-Marathon

Olympiasieger Sammy Wanjiru geschlagen

Der Äthiopier Tsegaye Kebede setzte sich gegen ein Weltklassefeld durch. Die Top-Favoriten taten sich schwer.

Auch bei den Männern spielte der Vorjahressieger in der entscheidenden Phase des Rennens keine Rolle. Olympiasieger und Titelverteidiger Sammy Wanjiru stieg nach 27 km mit einem Knieproblem aus. Zuvor hatte die Spitzengruppe die Halbmarathonmarke nach 63:06 Minuten erreicht. In der Folge waren es vor allen Tsegaye Kebede und der Marathon-Weltmeister von Berlin 2009, Abel Kirui (Kenia), die das Tempo hoch hielten. Neben Wanjiru fielen dadurch weitere Athleten zurück. Im Rennen durch die früheren Londoner Docks entwickelte sich schließlich ein Zweikampf. An der 30-km-Marke (1:28:46) lagen Kebede und Kirui gemeinsam an der Spitze, sechs Sekunden vor Emmanuel Mutai.

Doch das Duell des Äthiopiers und des Kenianers sollte schon bald eine Vorentscheidung sehen. Bereits 10 km vor dem Ziel löste sich der 23-jährige Tsegaye Kebede. Bei Olympia 2008 und der WM 2009 hatte der Äthiopier jeweils Bronze gewonnen, in London wurde er vor einem Jahr nur von Sammy Wanjiru geschlagen. Jetzt lief er zum größten Erfolg seiner Karriere. „Ohne den Regen wäre ich vielleicht noch etwas schneller gewesen und hätte eine Zeit von unter 2:05 Stunden erreichen können“, sagte der Sieger, der seine Bestzeit von 2:05:18 Stunden um lediglich eine Sekunde verpasste. Hinter Emmanuel Mutai, Jaouad Gharib und Bouramdane Aberrahime (Marokko/2:07:33) wurde Abel Kirui schließlich Fünfter mit 2:08:04. In seinem zweiten Marathonrennen kam der Halbmarathon-Weltrekordler Zersenay Tadese (Eritrea) dieses Mal ins Ziel. Allerdings blieb er als Siebenter in 2:12:03 Stunden deutlich hinter seinen eigenen Erwartungen zurück.

In der WMM-Serie 2009-2010 konnte Tsegaye Kebede durch seinen Londoner Sieg zum führenden Sammy Wanjiru aufschließen. Beide haben vor den Herbstrennen in Berlin, Chicago und New York jeweils 50 Punkte.

Text: race-news-service.com
Fotos: photorun.net

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