BMW Berlin-Marathon 2011

Olympiaqualifikation angestrebt

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Haile Gebrselassie will am Sonntag eine sehr schnelle Zeit laufen.

Bild: photorun

Für Haile Gebrselassie und Patrick Makau geht es in Berlin bereits um die Olympiaqualifikation für London 2012. Angesichts der enormen Konkurrenz in Äthiopien und Kenia sind Gebrselassie und Makau im Zugzwang. Nur mit einer sehr schnellen Zeit werden sie eine Chance haben, einen der drei Startplätze, die jeder Nation maximal zustehen, zu ergattern. Für den 38-jährigen Gebrselassie wird es darum gehen, zumindest ein Ergebnis um 2:05 Stunden zu erreichen. Für Makau könnte eine solche Zeit nicht einmal reichen, um nach London zu kommen. Gute Wetterbedingungen vorausgesetzt, dürfte der 26-Jährige ein Tempo einschlagen, das ihn Richtung Weltrekord führt. Patrick Makau war der dominierende Marathonläufer des vergangenen Jahres. Der Kenianer steigerte 2010 zunächst seine Bestzeit bei seinem Sieg in Rotterdam auf 2:04:48 Stunden und lief dann in Berlin 2:05:08. Hätte es vor einem Jahr dabei nicht in Strömen geregnet, wäre der Weltrekord von Haile Gebrselassie vielleicht in Gefahr geraten.

Es kann am Sonntag also sehr spannend werden, denn Haile Gebrselassie wird seine Bestmarke natürlich nicht verlieren wollen. Nirgendwo anders war der vielleicht beste Läufer aller Zeiten im Marathon so erfolgreich wie in Berlin. Auf dem Pflaster der deutschen Hauptstadt erfüllte er sich 2007 seinen großen Traum vom Marathon-Weltrekord. Ein Jahr später unterbot er diese Marke am Brandenburger Tor nochmals und erzielte die erste Zeit unter 2:04 Stunden. Haile Gebrselassie hält auch einen anderen Rekord: So oft wie kein anderer gewann er in Berlin – viermal in Folge von 2006 bis 2009.

Um einen olympischen Startplatz in London 2012 geht es auch für Falk Cierpinski (SG Spergau). Für die Qualifikation muss der 33-Jährige seine Marathon-Bestleistung von 2:13:30 um genau 90 Sekunden verbessern. Bei 2:12:00 steht die deutsche Olympianorm. Gesundheitliche Probleme und Verletzungen stoppten die Entwicklung von Falk Cierpinski in den vergangenen Jahren. Deswegen ist seine Bestzeit immer noch jenes Resultat, das er vor drei Jahren in Berlin erreicht hatte. In St. Moritz hat er sich auf den bisher wohl wichtigsten Marathon seiner Karriere vorbereitet. Wenn Falk Cierpinski gesund und fit ist, kann er an die Olympianorm heran laufen.

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