WM-Vorschau (3)

Offenes Marathon-Rennen mit Titelverteidigerin Mare Dibaba

Im Frauen-Rennen fehlen mit Mary Keitany und Tirunesh Dibaba die derzeit besten Läuferinnen der Welt. Titelverteidigerin Mare Dibaba startet.

Mare Dibaba startet als Titelverteidigerin in London.

Mare Dibaba startet als Titelverteidigerin in London.

Bild: photorun.net

Nur rund drei Stunden nach dem Männer-Marathon wird am kommenden Sonntag in London bei den Leichtathletik-Weltmeisterschaften auch das Rennen der Frauen über die 42,195 km gestartet. Sie laufen auf der gleichen Strecke wie die Männer. Auch im Frauen-Rennen fehlen mit Mary Keitany und Tirunesh Dibaba die derzeit besten Läuferinnen der Welt.

Marathon der Frauen
Start: 6. August, 15 Uhr
Weltmeisterin 2015: Mare Dibaba (ETH)
Olympiasiegerin 2016: Jemima Sumgong (KEN)
Jahresweltbestzeit: 2:17:01 Mary Keitany (KEN)
Deutsche Starterinnen: Fate Tola (Eintracht Braunschweig), Katharina Heinig (Eintracht Frankfurt)


Ein offenes und knappes Rennen kann sich am Sonntag beim Frauen-Marathon entwickeln. Denn die beiden zurzeit besten Marathonläuferinnen der Welt sind nicht am Start: Mary Keitany (Kenia) und Tirunesh Dibaba (Äthiopien) hatten beim London-Marathon im April mit Zeiten von 2:17:01 beziehungsweise 2:17:56 Stunden für Furore gesorgt. Während Keitany frühzeitig ihren Verzicht auf die WM bekannt gegeben hatte, wurde Dibaba zunächst vom äthiopischen Verband für die Marathondistanz nominiert. Inzwischen steht sie jedoch nicht mehr im Marathon sondern über 10.000 m auf der Startliste.

Drei Läuferinnen gehen in London an der Tower Bridge mit Bestzeiten von unter 2:20 Stunden ins Rennen. Darunter ist die Titelverteidigerin Mare Dibaba. Die amtierende Weltmeisterin aus Äthiopierin, die in ihrer Karriere zweimal ihre Bestzeit von 2:19:52 rannte, war zudem Dritte beim Olympia-Marathon in Rio 2016. Einen noch etwas schnelleren persönlichen Rekord weist ihre Landsfrau Aselefech Mergia mit 2:19:31 auf. Bereits zweimal Weltmeisterin im Marathon war Edna Kiplagat. Die Kenianerin triumphierte zunächst 2011 in Daegu (Südkorea) und dann zwei Jahre später in Moskau. Die 37-Jährige, die eine Bestzeit von 2:19:50 aufweist, meldete sich im April mit einem Sieg in Boston in 2:21:52 Stunden in der Weltspitze zurück.

Doch es werden noch eine Reihe von weiteren Läuferinnen in den Kampf um die Medaillen eingreifen. Mit drei ursprünglich aus Kenia stammenden Athletinnen ist der Bahrain in London vertreten. Darunter ist mit Eunice Kirwa auch die Olympia-Zweite von Rio. Vor zwei Jahren hatte sie zudem bei der WM in Peking Bronze im Marathon gewonnen. Kirwa hat eine Bestzeit von 2:21:17 Stunden. Birhane Dibaba (Äthiopien) steigerte sich in diesem Jahr beim Tokio-Marathon als Zweite auf 2:21:19, und die WM-Zweite von 2015, Helah Kiprop (Kenia), erreichte bisher 2:21:27. Flomena Cheyech Daniel (2:21:22) ist die dritte Kenianerin im Londoner WM-Marathonrennen.

Zu beachten sein wird auch die Japanerin Yuka Ando, die bei ihrem glänzenden Marathondebüt in Nagoya im März als Zweite auf Anhieb eine Topzeit von 2:21:36 erreichte. Vielleicht kann auch Shalane Flanagan (USA/2:21:14) noch eine Rolle spielen, nachdem sie vor einem Jahr im Olympia-Marathon einen starken sechsten Rang belegt hatte.

Für Fate Tola (Bestzeit: 2:25:14) scheint ein Platz unter den ersten 15 Läuferinnen möglich zu sein, während Katharina Heinig (2:28:34) ein Ergebnis im Bereich um Rang 25 erreichen könnte.

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