Bloomberg gibt das Okay

New-York-Marathon 2012 startet unter Protest

Der New-York-Marathon 2012 findet sicher statt. Der Bürgermeister Michael Rubens Bloomberg entschied, das Rennen starten zu lassen.

New-York-Marathon 2012 findet statt

Der Start des Marathons halten viele für keine gute Idee in Betracht der momentanen Situation.

Bild: photorun.net

Der New-York-Marathon findet statt, obwohl das Ausmaß der Katastrophe von Tag zu Tag gewaltiger wird. Dies entschied der Bürgermeister der Stadt, Michael Rubens Bloomberg. Er argumentiert, dass die Stadt symbolisieren wird, dass sie sich auch in schweren Zeiten nicht aus der Bahn werfen lässt. Zudem sei der Marathon auch ein wichtiger wirtschaftlicher Faktor. Allerdings gibt es mehr und mehr kritische Stimmen, die für eine Absage des Rennens eintreten. In einem Kommentar kritisiert die Zeitung „USA Today“ die Entscheidung des Bürgermeisters scharf. James Molinaro, der Präsident von Staten Island, wo das Rennen am Sonntag gestartet wird, wird in der „New York Times“ zitiert: „Ich dachte, das Rennen wäre abgesagt. Mein Gott. Was wir hier haben ist fürchterlich, eine Katastrophe. Wenn sie laufen wollen, sollen sie doch mit sich selbst laufen. Dies ist keine Zeit für eine Parade – und ein Marathon ist eine Parade.“

Mark Plaatjes, der Marathon-Weltmeister von Stuttgart 1993, der in Boulder (Colorado) lebt, sagte der Zeitung: „Ich denke, sie sollten das Rennen absagen. Wenn ich die Menschen sehe, die ihre Häuser verloren haben oder nach wie vor ohne Strom sind, denke ich, dass alle Energie der Stadt dafür verwendet werden sollte, ihnen zu helfen anstatt wichtige Ressourcen für das Rennen zu benutzen.“

Mary Wittenberg, die Race-Direktorin des New-York-Marathons, hatte tags zuvor noch an Situation im Jahr 2001 erinnert und erklärt: „Es ging damals gar nicht um die Läufer, es ging um die Stadt. An diesem Tag waren nicht die Zuschauer für die Läufer da, sondern die Läufer waren für die Stadt da. Und dieser Marathon jetzt löst bereits ähnliche Gefühle aus.“ Die jüngsten Reaktionen deuten aber darauf hin, dass es diese Gefühle nicht in der Art geben wird wie 2001. Denn zu viele Menschen in New York werden am Wochenende immer noch direkt von den Folgen des Hurrikans betroffen sein.

Ein großes Problem ist nach wie vor der Transport der Läufer zum Start, der nunmehr in Bussen abgewickelt wird. Diese fahren zum Teil bereits um 4.30 Uhr in Richtung Verrazano Narrows Bridge, wo sich die Läufer auf stundenlanges Warten vor dem Start einstellen müssen. Das Teilnehmerfeld des in den letzten Jahren stets größten Marathonrennens der Welt dürfte am Sonntag allerdings deutlich kleiner sein. Denn etliche Läufer werden auf ihren Start verzichten – auch weil sie keine Chance haben, rechtzeitig nach New York zu gelangen.

New-York-Marathon 2011: 170 Fotos

45.000 beim New-York-Marathon: 242 Fotos

Buntes Warm-up: 150 Fotos

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