Bloomberg zieht Okay zurück

New-York-Marathon 2012 abgesagt

Der New-York-Marathon findet nicht statt. Freitag entschied Bürgermeister Bloomberg, dass das Rennen doch abgesagt werden müsse.

New-York-Marathon abgesagt

Der New-York-Marathn 2012 findet nicht statt. Bürgermeister Bloomberg sagte das Rennen ab.

Bild: photorun.net

Der New York-Marathon findet nicht statt. Am Freitagnachmittag entschied der Bürgermeister der Stadt, Michael Rubens Bloomberg, dass das Rennen doch abgesagt werden müsse. Tags zuvor hatte er noch Grünes Licht gegeben und erklärt, dass die Stadt nach dem Hurrikan „Sandy“ symbolisieren wird, dass sie sich auch in schweren Zeiten nicht aus der Bahn werfen lässt. Zudem sei der Marathon auch ein wichtiger wirtschaftlicher Faktor. Die Kritik an dieser Entscheidung nahm jedoch mehr und mehr zu. Einen Tag später machte Bloomberg einen Rückzieher und stoppte den New York-Marathon, der am Sonntag zum 43. Mal stattgefunden hätte.

Es ist bisher nicht klar, ob das Rennen, das zur World Marathon Majors (WMM)-Serie gehört und rund 20.000 ausländische Teilnehmer anzieht, zu einem späteren Termin nachgeholt werden kann oder ob es komplett ausfällt. Mit zuletzt 47.323 Läufern im Ziel ist der New York-Marathon das größte Rennen über die 42,195 km in der Welt.

45.000 beim New-York-Marathon: 242 Fotos

„Wir wollen nicht, dass eine dunkle Wolke über dem Rennen oder seinen Teilnehmern hängt. Deswegen haben wir entschieden, es abzusagen“, erklärte der New Yorker Bürgermeister, der zuvor besonders aufgrund der nach wie vor dramatischen Situation in Staten Island stark in die Kritik geraten war. Dort wo Hurrikan „Sandy“ am Montag die größten Verwüstungen anrichtete, deren wahres Ausmaß erst nach Tagen offensichtlich wurde, hätte das Rennen gestartet werden sollen. Die betroffene Bevölkerung und lokale Politiker reagierten fassungslos und verärgert, als sie am Donnerstag hörten, dass der Marathon stattfinden soll.

„Sehr schweren Herzens müssen wir sagen, dass wir der Stadt am besten helfen, wenn wir den New York-Marathon absagen“, erklärte Race-Direktorin Mary Wittenberg am Freitag.

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Foto: Urs Weber

In einer Erklärung der New York Road Runners, die den Marathon veranstalten, heißt es: „Obwohl das Rennen keinerlei Ressourcen von den Rettungsarbeiten abgezogen hätte, sorgt es inzwischen für Kontroversen und Uneinheitlichkeit. Wir können nicht zulassen, dass es Kontroversen bezüglich einer Leichtathletik-Veranstaltung gibt – auch wenn sie so bedeutend ist wie diese – und dadurch abgelenkt wird von den für New York so wichtigen Wiederaufbauarbeiten.“

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