In Berlin

Neuer Weltrekord?

Berlin Marathon

Eine besondere Atmosphäre in Berlin.

Bild: Norbert Wilhelmi

Welt- und Streckenrekorde sind bei den Frauen sicherlich außer Reichweite. Doch dafür könnte einmal mehr ein starkes deutsches Element in den Blickpunkt rücken. Zwei Jahre nach dem Sieg von Irina Mikitenko (TV Wattenscheid) sind zwar die Äthiopierinnen in Berlin favorisiert, doch Sabrina Mockenhaupt (Kölner Verein für Marathon) geht zumindest mit sehr guten Platzierungschancen an den Start.

Die beiden in diesem Jahr bisher schnellsten Marathonläufer der Welt – die Kenianer Patrick Makau und Geoffrey Mutai – haben sich für einen Start beim Berlin-Marathon entschieden. Sie wissen, dass sie noch etwas schneller laufen können als im April in Rotterdam, wo im letzten Teil des Rennens ein starker Wind die Läufer bremste. Damals siegte Patrick Makau in 2:04:48 Stunden mit nur sieben Sekunden Vorsprung vor Geoffrey Mutai (2:04:55). Wenn sie jetzt in Berlin starten, geht es darum, den Weltrekord anzugreifen.

Läuft Patrick Makau nur eine Sekunde pro Kilometer schneller als in Rotterdam, ist er schon ganz dicht dran an der Marke von Haile Gebrselassie. Die Berlin-Bilanz des Patrick Makau ist makellos: In der deutschen Hauptstadt ging der 25-Jährige bisher viermal an den Start und siegte immer. 2006 und 2007 gewann er die 25 km von Berlin, 2007 und 2008 den Halbmarathon. Aber in einem Rennen über die klassische Distanz von 42,195 km kann natürlich viel passieren.

Erstmals in seiner Karriere in Berlin starten wird dagegen Geoffrey Mutai. Der 28-Jährige hat im Sommer erstaunliche Form bewiesen, als er in einem 10.000-m-Rennen in der leistungsmindernden Höhenluft von Nairobi 27:27,59 Minuten erreichte. Einige Wochen später wiederholte er bei den Afrika-Meisterschaften diese Leistung und gewann mit einer kaum schlechteren Zeit die Bronzemedaille. Geoffrey Mutai wird bereit sein für ein großes Rennen in Berlin.

Aber auch Eliud Kiptanui ist eine außergewöhnliche Leistung zuzutrauen. Der gerade erst 21-Jährige rannte beim Prag-Marathon im April sein erstes internationales Rennen über die 42,195 km und verbesserte den Kursrekord auf einer nicht einfachen Strecke, die sogar Kopfsteinpflasterpassagen aufweist, auf 2:05:39. Ist der Newcomer in vergleichbarer Form, kann er in Berlin noch ein gutes Stück schneller laufen. Makau, Mutai und Kiptanui – das sind die Topfavoriten. Doch weitere Afrikaner wie Bernard Kipyego (Kenia/Bestzeit: 2:07:01), Eshetu Wondimu (2:06:46), Yemane Tsegay (2:06:30) und der 20-jährige Junioren-Weltrekordler Bazu Worku (2:06:15/alle Äthiopien) werden zu beachten sein.

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