Marathon Hannover

Neue Teilnehmer-Bestmarke erreicht

Bisher haben sich 20.196 Teilnehmer zum Marathon Hannover gemeldet, schon drei mehr als 2015. Mit 1.000 Weiteren rechnen die Veranstalter bis zum Startschuss am kommenden Sonntag.

Hannover-Marathon 2015 - Die Fotos
Marathon Hannover

Start des 10-Kilometer-Laufs beim Marathon Hannover.

Bild: Christopher Busch

Am 10. April startet das größte Laufspektakel Niedersachsens in Hannover. Der flache, schnelle Kurs des Hannover-Marathons führt an zahlreichen Sehenswürdigkeiten der niedersächsischen Landeshauptstadt vorbei. Genau 20.196 Läufer, Skater, Handbiker, Walker und Nordic Walker hatten sich bis zum Ende der Online-Anmeldung eingeschrieben. Hinzu kommen jetzt noch die Nachmeldungen des Wochenendes. „Das werden erfahrungsgemäß noch einmal ca. 1.000 Aktive sein“, so Marathon-Sprecher Michael Kramer.

Der Fotograf Norbert Wilhelmi ist in Hannover vor Ort. Seine besten Fotos präsentieren wir noch am Sonntagabend auf runnerworld.de in einer umfangreichen Bildergalerie.

Das größte Teilnehmerfeld mit knapp 8.000 Aktiven hat sich auch in diesem Jahr wieder für die Halbmarathondistanz angemeldet. Handball-Europameister Kai Häfner wird das Feld die 21,1 Kilometer lange Reise durch die Stadt schicken. „Der Marathon gehört in jedem Jahr zu den absoluten Sport-Höhepunkten in Hannover“, zeigt sich Häfner begeistert: „Daher fühle ich mich geehrt, dass ich beim diesjährigen Halbmarathon die zahlreichen Athletinnen und Athleten auf die Strecke schicken darf. Ich habe großen Respekt vor jedem, der diese Strecke erfolgreich bewältigt und hoffe, dass wir eine neue Bestzeit erleben dürfen.“

Streckenrekordler Lusapho April kehrt zum Marathon Hannover zurück

Drei Jahre nach seinem Streckenrekord kehrt Lusapho April zum Hannover-Marathon zurück. „Mein Ziel ist es, in Hannover zu gewinnen und dabei möglichst den Streckenrekord zu brechen“, sagte Lusapho April. Er war 2013 in Hannover 2:08:32 Stunden gelaufen - diese Zeit ist nach wie vor die Kursbestzeit und Lusapho Aprils persönlicher Rekord. Bei der 26. Auflage des Rennens trifft er auf eine Reihe von starken Kenianern. Darunter sind der Vorjahressieger Cheshari Jacob, der vor einem Jahr in 2:09:32 gewann und eine Bestzeit von 2:07:46 aufweist, der Hannover-Sieger des Jahres 2008, Duncan Koech (Bestzeit: 2:07:53), und Martin Kosgey, der 2014 in Hannover Vierter war und sich im vergangenen Jahr als Dritter auf 2:09:50 steigerte. Der schnellste Läufer auf der derzeitigen Startliste kommt dagegen erstmals nach Hannover: Philipp Kimutai erreichte 2011 in Frankfurt eine Topzeit von 2:06:07. Der international prominenteste Name im Elitefeld ist Moses Masai.



Anna Hahner, Lusapho April und Lisa Hahner (rechts) stehen in Hannover im Mittelpunkt.

Bild: HAJ Marathon Hannover / Christopher Busch

Anna und Lisa Hahner starten zusammen beim Marathon Hannover

Mit ihrer Berliner Bestzeit von 2:26:44 Stunden aus dem Jahr 2014 ist Anna Hahner die schnellste Läuferin auf der Startliste. Damit gehört sie zu den Sieg-Anwärterinnen am Sonntag. Einmal hat die 26-Jährige bereits ein großes Rennen gewonnen: 2014 triumphierte sie sensationell beim Vienna City Marathon. Jetzt hat sie sich entschieden, auf der flachen Strecke in Hannover zu laufen. Denn es geht für Anna Hahner am Sonntag in erster Linie um die Zeit. Nachdem sie in Berlin im vergangenen September mit 2:30:19 unter ihren Möglichkeiten geblieben war und die später angepasste deutsche Olympianorm von 2:30:30 nur knapp unterboten hatte, ist ihr Rio-Startplatz noch nicht sicher. „Ich bin mental und körperlich in Topform und möchte am Sonntag die erste Hälfte in 1:15 Stunden anlaufen“, sagte Anna Hahner, die dann sicher versuchen wird, den zweiten Teil schneller zu laufen. Lisa Hahner, die im Gegensatz zu ihrer Zwillingsschwester das Rio-Ticket so gut wie sicher hat, wird das Tempo mitlaufen. „Ich habe gut trainiert und freue mich auf Hannover“, sagte sie.

Während die Hahner-Zwillinge beide unter die Top drei laufen könnten, sind aber auch ein paar Läuferinnen im Rennen, die ihnen einen Strich durch die Rechnung machen könnten. In erster Linie gilt dies für Tizita Terecha Dida. Die Äthiopierin verbesserte sich im vergangenen Jahr als Siegerin des chinesischen Guangzhou-Marathons auf 2:28:02. Gut möglich, dass sie am Sonntag schon vom Start weg schneller laufen wird als Lisa und Anna Hahner. Vielleicht könnte dann sogar der Streckenrekord von Olena Burkovska (Ukraine), die 2013 mit 2:27:07 gewann, in Gefahr geraten.