Tsunami-Folge

Nagano-Marathon abgesagt

Aufgrund der verheerenden Folgen des Tsunami-Unglücks in Japan wurde der für den 17. April geplante Nagano-Marathon abgesagt.

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Der Nagano-Marathon wird in diesem Jahr nicht stattfinden.

Bild: photorun.net

Die Veranstalter des Nagano-Marathons haben ihr für den 17. April geplantes Rennen in der Folge der katastrophalen Ereignisse in Japan abgesagt. Nagano liegt über 200 Kilometer südwestlich vom Tsunami-Gebiet an der Ostküste.
Der Nagano-Marathon sollte eigentlich für Japans Eliteläuferinnen als Ausweich-Qualifikationsrennen für die Weltmeisterschaften in Süd-Korea im Sommer gelten. Denn das ursprünglich geplante letzte WM-Ausscheidungsrennen hätte am 13. März in Nagoya stattfinden sollen. Doch zwei Tage nach der Katastrophe wurde die Veranstaltung damals abgesagt, obwohl Nagoya relativ weit entfernt von dem betroffenen Gebiet liegt.

Kurz nach der Absage hat der japanische Leichtathletik-Verband (JAAF) entschieden, den London-Marathon als Qualifikationsrennen zu nutzen. Das Rennen findet am 17. April statt. Es ist der hochkarätigste City-Marathon des Jahres. Neun japanische Läuferinnen wurden kurzfristig in das Londoner Feld integriert. Darunter sind mit Yuri Kano (2:24:27), Mizuho Nasukawa (2:25:38) und Yurika Nakamura (2:25:51) drei Athletinnen mit Bestzeiten von unter 2:26 Stunden. Die schnellste von ihnen wird sich am 17. April automatisch für den WM-Marathon qualifizieren. Bis zu drei weitere Japanerinnen könnten sich in London das WM-Ticket sichern, vorausgesetzt sie laufen entsprechend gute Zeiten. „Als wir hörten, dass der Nagoya-Marathon abgesagt wurde, haben wir dem japanischen Verband umgehend unsere Unterstützung angeboten. Wir freuen uns, dass wir unserem Feld nun neun japanische Eliteläuferinnen zufügen konnten“, erklärte David Bedford, der Race-Direktor des Virgin London-Marathons.

Im Gegensatz zu einigen reinen Elite-Marathonrennen in Japan wäre der Lauf durch Nagano auch eine Massenveranstaltung gewesen. Rund 8.000 Teilnehmer wurden hier zuletzt registriert. Die bereits eingenommenen Startgelder, so gaben die Organisatoren bekannt, sollen nun den Opfern des Tsunamis zugute kommen.