Irina Mikitenko

Nach Chicago nicht zufrieden, aber motiviert

2:26:40 Stunden lief Irina Mikitenko beim Chicago-Marathon. Zufrieden ist sie damit nicht. Ihre Einschätzung im Interview.

Irina Mikitenko nach dem Chicago Marathon

Irina Mikitenko ist motiviert für ihr nächstes Marathonrennen.

Mit Platz fünf und einer Zeit von 2:26:40 Stunden kehrt Irina Mikitenko vom Chicago-Marathon zurück. Sicherlich hatte die 38-jährige Läuferin des TV Wattenscheid auf mehr gehofft. Doch angesichts der sehr starken Konkurrenz, einer nicht idealen Vorbereitung, eines Sturzes am zweiten Verpflegungspunkt, wo ein anderer Läufer unglücklich mit ihr kollidierte, und hohen Temperaturen von bis zu 25 Grad Celsius, die ihr nicht liegen, hat sich Irina Mikitenko in Chicago achtbar geschlagen und zurückgemeldet. Nach dem Rennen beantwortete die deutsche Marathon-Rekordlerin (2:19:19 Stunden) die folgenden Fragen:

Platz fünf in 2:26:40 Stunden – wie bewerten Sie Ihren Lauf?
Irina Mikitenko: „Ich kann damit nicht zufrieden sein, denn 2:26 Stunden sind heutzutage nicht mehr viel wert und der fünfte Platz ist auch nichts. Ich habe viel Zeit und Kraft investiert in der Vorbereitung und dies sicher nicht getan, um hier 2:26 zu laufen – aber ich kann es nicht mehr ändern. Insgesamt passten viele Kleinigkeiten nicht richtig zusammen, von der Vorbereitung bis zum Rennen. Und dann kommt eben ein solches Ergebnis heraus. Andererseits war die Konkurrenz sehr stark und es war eigentlich viel zu warm für mich, zumal ich zuletzt im eiskalten St. Moritz trainiert hatte. Deswegen ist das Ergebnis vielleicht besser als es aussieht. Und gut ist sicherlich, dass ich ohne Verletzungsprobleme durchgekommen bin und jetzt besonders motiviert auf mein nächstes Marathonrennen im kommenden Jahr blicke.“

Wie war der Rennverlauf?
Irina Mikitenko: „Eine erste Hälfte von 70 Minuten konnte ich aufgrund des Trainingsausfalls während meiner Erkältung nicht laufen. Deswegen habe ich mich bewusst zurückgehalten und bin nicht mit der Spitzengruppe mitgelaufen. Allerdings musste ich dadurch durchweg alleine rennen und in der zweiten Hälfte des Rennens wurde es dann unangenehm warm. Es war zudem eine ungewohnte Situation zu wissen, dass ich während des Rennens schon rund drei Minuten Rückstand auf die Spitzengruppe hatte. Aber ich habe dadurch auch wieder etwas gelernt.“

Was machen Sie jetzt als nächstes und wie planen Sie für das nächste Jahr?
Irina Mikitenko: „Ich werde mich jetzt erst einmal ausruhen und gut erholen. Wir werden in den Herbstferien alle zusammen noch eine gute Woche in den Urlaub fahren – möglichst irgendwohin, wo es noch warm ist. Im Frühjahr 2011 werde ich dann sicher meinen nächsten Marathon laufen.“

Text: race-news-service.com
Foto: photorun.net