Mumbai-Marathon

Nach 33 km im Ziel beim Mumbai-Marathon

Die vermeintlich schnellsten indischen Läuferinnen beim Mumbai-Marathon wurden disqualifiziert. Sie hatten abgekürzt.

Kahn und Mehta beim Mumbai-Marathon disqualifiziert

Waheeda Khan läuft nach einer Abkürzung ins Ziel des Mumbai-Marathons. Später wird die Inderin disqualifiziert.

Bild: photorun.net

Die vermeintlich schnellsten indischen Läuferinnen waren beim Mumbai-Marathon nach nur 33 Kilometern im Ziel! Damit hatten Waheeda Khan und Vidya Mehta im Vergleich zur korrekten Streckenlänge von 42,195 km gut 9 km weniger absolviert. Zwar waren sie mit Zeiten von knapp über 2:45 Stunden trotzdem noch deutlich langsamer als die Siegerin Koren Yal (Äthiopien), die nach 2:26:56 im Ziel war, aber ihre Ergebnisse reichten, um in der nationalen Wertung die Plätze eins und zwei zu belegen und damit Preisgelder zu gewinnen. Für die schnellsten indischen Läufer waren 6000 US-Dollar ausgeschrieben.

Doch zur Auszahlung kam es nicht, denn der Schwindel flog auf. Wie die Zeitung ,The Times of India’ berichtet, wurden die Konkurrentinnen im Ziel von den Ergebnissen überrascht, protestierten und erklärten, dass sie auf der Strecke weder von Waheeda Khan noch von Vidya Mehta überholt worden waren. Eine Überprüfung der Zeitmess-Chips der zwei Läuferinnen ergab dann, dass keine von ihnen die Matte am 24-km-Punkt überlaufen hatte. Nach einer viereinhalbstündigen Verzögerung stand dann schließlich die wirkliche Siegerin der indischen Wertung fest: Jyoti Gawate war in 3:05:30 Stunden die schnellste einheimische Läuferin vor Shastri Devi (3:08:15). Kahn und Mehta wurden disqualifiziert.

Wie die Veranstalter des Mumbai-Marathons, der als ,Gold Label Race’ des internationalen Leichtathletik-Verbandes IAAF zur höchsten Kategorie der Straßenrennen zählt, mitteilten, gaben Waheeda Khan und Vidya Mehta zu, einen Fehler gemacht zu haben. Sie erklärten, dass sie versehentlich eine falsche Route gelaufen seien und dann auf die Halbmarathonstrecke gelangten. Angeblich soll zumindest eine der beiden aber nicht nur abgekürzt haben, sondern zusätzlich auch noch auf einem Fahrrad gesichtet worden sein.

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