Herausragende Marathonläufer

Mutais Karriere und Erfolge

Seit dem Frühjahr 2010 ist Mutai Bestandteil der Marathon-Weltspitze, seine kenianische Heimat ist ihm dabei wichtig.

Mutai Marathonläufer 2011

Geoffrey Mutai ist seit 2010 in der Weltspitze etabliert. Seither wird er immer schneller.

Bild: photorun.net

In der Marathon-Weltspitze etablierte sich Geoffrey Mutai im Frühjahr 2010 in Rotterdam. Nachdem er im Februar bereits mit einem Sieg beim hochkarätigen Halbmarathon von Ras Al Khaimah in den Vereinigten Arabischen Emiraten (59:43) auf sich aufmerksam gemacht hatte, überraschte er in Holland mit einer Zeit von 2:04:55. Nur sieben Sekunden hinter seinem Landsmann Patrick Makau wurde er Zweiter. Bei der Neuauflage dieses Duells in Berlin wurde es im strömenden Regen noch knapper, doch wieder war Makau in 2:05:08 etwas schneller. Mit nur zwei Sekunden Rückstand wurde Mutai dieses Mal Zweiter. Die beiden Kenianer waren die dominierenden Marathonläufer des Jahres 2010. In der Jahresweltbestenliste belegten sie die Ränge eins und drei (Makau) beziehungsweise zwei und vier (Mutai).

Trotz inzwischen großer internationaler Erfolge läuft Geoffrey Mutai immer wieder auch bei Rennen in seiner Heimat. „Bei den lokalen Rennen konnte ich mich früher entwickeln, sie haben mir eine gute Grundlage für meine internationalen Starts gegeben“, erklärte er, nachdem er vor rund einem Jahr einen Halbmarathon in Kenia gewonnen hatte. „Ich bin nicht in das Rennen gegangen, um zu siegen. Es ging mir darum, die jungen regionalen Athleten zu inspirieren. Es ist motivierend für sie, wenn sie neben Topläufern an den Start gehen können. Ich versuche auch andere erfolgreiche Läufer zu überzeugen, bei diesen Rennen teilzunehmen“, erzählte Geoffrey Mutai, der sich selbst trainiert und keinen Trainer hat. „Ich habe mein eigenes Trainingsprogramm, das ich für unterschiedliche Distanzen anpassen kann. Ich mache mein Training lieber ohne Trainer, dann kann ich es besser auf mein nächstes Rennen abstimmen.“

Dennoch trainiert er aber nicht alleine, sondern immer wieder mit anderen Weltklasseläufern. Dazu zählen William Kipsang, der Rotterdam-Marathon-Sieger von 2008, oder auch Robert Kiprono Cheruiyot (Sieger Frankfurt 2008 und Boston 2010) und David Barmasai (Sieger Dubai 2011). Mutais Trainingscamp in Kapngetuny (rund 50 km von Eldoret entfernt) liegt in der Nähe von jenem von Cheruiyot und Barmasai. „Für den Boston-Marathon hat Geoffrey bis zu 240 Kilometer pro Woche trainiert“, erzählt sein Manager Gerard van de Veen.

Bemerkenswert ist auch, dass Geoffrey Mutai als Marathonläufer parallel im Crosslauf und über 10.000 m erstklassige Leistungen erreicht. Im vergangenen Jahr wurde er bei den kenianischen Meisterschaften Zweiter über 10.000 m. Dabei lief er in der leistungsmindernden Höhenluft von Nairobi beachtliche 27:27,59 Minuten. Bei den Afrikameisterschaften wurde er wenige Wochen später Dritter. Nachdem er sich im November 2010 bei seinem Halbmarathonsieg in Neu Delhi auf 59:38 Minuten gesteigert hatte, lief er im vergangenen Winter eine ausgezeichnete Crosssaison. Geoffrey Mutai gewann die nationalen Meisterschaften und belegte dann bei der Cross-WM in Punta Umbria (Spanien) Platz fünf. Das Crosslauf-Training hat ihm offenbar auch bei der Vorbereitung auf den Boston-Marathon geholfen.

Mit den enormen Preisgeldern, die Geoffrey Mutai inzwischen verdient hat – alleine in Boston erhielt er Sieg- und Zeitprämien von insgesamt 225.000 Dollar –, hilft er auch seinen Eltern und seinen Geschwistern. „Ich bezahle meinen Geschwistern das Schulgeld, denn ich weiß wie wichtig die Schulausbildung für sie ist. Außerdem habe ich meinen Eltern ein Haus gebaut und Land gekauft“, erzählt der 29-Jährige, der mit seiner Frau zwei kleine Töchter hat.


Geoffrey Mutais Marathonläufe:

Zeit nicht bekannt 2. Eldoret 2007
2:12:40 1. Monte Carlo 2008
2:07:50 1. Eindhoven 2008
ausgestiegen Seoul (Dong-A) 2009
2:10:45 8. Daegu 2009
2:07:01 1. Eindhoven 2009
2:04:55 2. Rotterdam 2010
2:05:10 2. Berlin 2010
2:03:02 1. Boston 2011

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