New-York-Marathon 2013

Mutai und Jeptoo sind die Favoriten

Beim New-York-Marathon 2013 sind die Kenianer Geoffrey Mutai bei den Männern und Priscah Jeptoo bei den Frauen Favoriten auf den Sieg. Sabrina Mockenhaupt stellt sich starker Konkurrenz.

Geoffrey Mutai

Geoffrey Mutai, hier bei seinem Boston-Marathon-Sieg 2011, startet am Sonntag in New York.

Bild: photorun.net

Obwohl er im vergangenen Jahr nicht auf der Startliste stand, kehrt Geoffrey Mutai als Titelverteidiger zum New-York-Marathon zurück. Der Kenianer ist zugleich einer der großen Favoriten für das Spektakel, das am Sonntag gestartet wird. 2012 wurde das Rennen in der Folge des Hurrikans Sandy kurzfristig abgesagt. Ein Jahr zuvor hatte Mutai in Big Apple mit 2:05:06 Stunden einen famosen Streckenrekord aufgestellt und die alte Marke auf der schwierig zu laufenden, weil sehr welligen Strecke gleich um gut zweieinhalb Minuten verbessert. Bei den Frauen ist Priscah Jeptoo (Kenia) als Favoritin anzusehen. Sie trifft unter anderen auf ihre Landsfrau Edna Kiplagat, die im August den WM-Titel gewonnen hatte. Ebenfalls an der Startlinie stehen wird Sabrina Mockenhaupt (LG Sieg), die sich gegen hochkarätige Konkurrenz behaupten will.

Fast 100.000 Läufer bewarben sich in New York um einen Startplatz. Über 60.000 Anmeldungen dürften von den Veranstaltern für den New York-Marathon angenommen worden sein. Denn sie erwarten bis zu rund 48.000 Läufer im Ziel. Vor zwei Jahren hatte beim bisher größten Marathonlauf der Welt die Rekordzahl von 47.323 das Ziel im Central Park erreicht. Jenen Läufern, die im vergangenen Jahr aufgrund des Hurrikans nicht starten konnten, wurde unter anderem angeboten, ihren Lauf auf dieses Jahr zu verschieben. Rund ein Drittel der damals Angemeldeten, knapp 22.000, machten von diesem Angebot Gebrauch.

Geoffrey Mutai ist einer der Trainingspartner von Dennis Kimetto, der vor kurzem den Chicago-Marathon in der Streckenrekordzeit von 2:03:45 Stunden gewann. Das ist ein gutes Zeichen, und es heißt, Mutai sei in guter Form. Vor zweieinhalb Jahren hatte er in Boston in der schnellsten je gelaufenen Zeit von 2:03:02 Stunden gewonnen. Jedoch erfüllt die Strecke nicht die nötigen Kriterien für die Anerkennung von Rekorden.

Gut zweieinhalb Monate nach dem WM-Marathon stehen am Sonntag einige Athleten bereits wieder am Start, die in Moskau eine Rolle gespielt haben. Darunter ist mit Stephen Kiprotich (Uganda) auch der WM-Gewinner und Olympiasieger von 2012. Außerdem geht Tsegaye Kebede (Äthiopien) an den Start, der bei der WM Vierter war. Er liegt in der World Marathon Majors (WMM)-Serie 2012-2013, die in New York entschieden wird, in Führung. Man muss abwarten, wie gut diese beiden den WM-Marathon verkraftet haben und in welcher Form sie sind.

Ebenfalls zu beachten sind die Kenianer Stanley Biwott (Bestzeit: 2:05:12), Wesley Korir (2:06:13), Peter Kirui (2:06:31) und Martin Lel (2:05:12), der bereits vor zehn Jahren den New York-Marathon gewann und dann nochmals 2007 dort triumphierte.

Priscah Jeptoo gewann in diesem Jahr bereits zwei hochkarätige Rennen: Zunächst triumphierte sie beim London-Marathon im April, dann ließ sie beim Halbmarathon in Newcastle vor rund sechs Wochen überraschend die äthiopischen Superstars Tirunesh Dibaba und Meseret Defar hinter sich. „Ich bin gut vorbereitet und freue mich auf meinen ersten New York-Marathon“, erklärte Priscah Jeptoo. „Ich bin viel über Hügel gelaufen im Training, um mich auf die wellige Strecke vorzubereiten.“ Neben Jeptoo (Bestzeit: 2:20:14) und der Weltmeisterin Edna Kiplagat (2:19:50) sind zehn weitere Läuferinnen mit Bestzeiten von unter 2:26 Stunden in New York am Start.

Sehr gute Chancen haben auch die Äthiopierinnen Firehiwot Dado (2:23:15) und Buzunesh Deba (2:23:19). Außerdem ist die Italienerin Valeria Straneo (2:23:44) im Rennen, die bei der WM im August mit einem zweiten Platz überrascht hatte.

Gemessen an ihrem persönlichen Rekord von 2:26:21 Stunden steht Sabrina Mockenhaupt an 14. Stelle in der Startliste. Eine Platzierung unter den ersten Zehn wird nicht einfach bei diesem Rennen, ist aber mit einem taktisch guten Lauf nicht unmöglich, sofern die Form stimmt. In New York kann viel passieren. Und auf der schweren Strecke übernehmen sich immer wieder einige Topläufer mit einem zu schnellen Anfangstempo. Sie brechen dann in der Schlussphase ein, was anderen Chancen eröffnet.

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