Rekordversuch auf flacher Strecke

Mosop auf Weltrekordjagd in Rotterdam

Beim Rotterdam-Marathon 2012 möchte Moses Mosop den Weltrekord von Patrick Makau brechen. Bilder des Events finden Sie auf runnersworld.de.

Moses Mosop

Auf einen noch größeren Erfolg als hier bei seinem Debüt beim Boston-Marathon 2011 hofft Moses Mosop in Rotterdam.

Bild: photorun.net

Moses Mosop geht am Sonntag mit einem klaren Ziel beim Rotterdam-Marathon 2012 an den Start: Der Kenianer will den Weltrekord brechen, den sein Landsmann Patrick Makau im vergangenen September in Berlin aufgestellt hat. Die offizielle Bestmarke steht bei 2:03:38 Stunden. Zwar lief vor einem Jahr Geoffrey Mutai (Kenia) in Boston mit 2:03:02 noch schneller als Makau in Berlin, jedoch können die Ergebnisse dieses Rennens nicht als offizielle Rekorde geführt werden, da die Strecke nicht die entsprechenden Kriterien erfüllt. Bei jenem denkwürdigen Boston-Marathon lief Moses Mosop ein famoses Debüt. Als Zweiter kam er nur vier Sekunden hinter Geoffrey Mutai ins Ziel.

Für RUNNER’S WORLD ist Fotograf Thomas Wenning beim Rotterdamm-Marathon 2012 vor Ort. Auf runnersworld.de sehen Sie seine Bilder am Wettkampfabend ab 19 Uhr.

Für Moses Mosop wird der Rotterdam-Marathon erst der dritte Lauf über die klassischen 42,195 km seiner Karriere. Im vergangenen Herbst gewann der 26-Jährige das Rennen in Chicago mit hochklassigen 2:05:37 Stunden. Dabei unterbot er den Kursrekord seines verstorbenen Landsmannes Sammy Wanjiru um vier Sekunden. Die Streckenbestzeit der sehr flachen Rotterdamer Strecke ist noch um gut eine Minute schneller: In einem Sprintfinish siegte Duncan Kibet vor drei Jahren in 2:04:27 Stunden vor dem zeitgleichen James Kwambai (beide Kenia).

Mit dem Rotterdam-Marathon hat sich Moses Mosop, der im vergangenen Sommer die Weltrekorde über die selten gelaufenen Bahn-Langstrecken über 25.000 m (1:12:25,4 Stunden) und 30.000 m (1:26:47,4) gebrochen hatte, ein Rennen ausgesucht, bei dem in der Vergangenheit immer wieder Rekordversuche gestartet wurden. Zweimal fiel dabei bisher die Männer-Bestmarke, allerdings ist dies schon über 20 Jahre her: 1985 lief der Portugiese Carlos Lopes 2:07:12 Stunden, 1988 erreichte Belayneh Dinsamo (Äthiopien) 2:06:50 – eine Zeit, die gut zehn Jahre lang als Weltrekord Bestand hatte. Das Frauenrennen ist in Rotterdam in der Regel deutlich schwächer besetzt und steht daher, so sicherlich auch wieder am Sonntag, im Hintergrund. Einmal allerdings fiel auch hier ein Weltrekord in Rotterdam: 1998 lief Tegla Loroupe (Kenia) 2:20:47 Stunden.

WICHTIGE SCHRITTE BEI DER ENTWICKLUNG DES WELTREKORDES


2:55:18,4 John Hayes (USA) London 1908
2:29:01,8 Albert Michelsen (USA) Port Chester 1925
2:18:40,4 James Peters (GBR) Chiswick (London) 1953
2:14:28 Leonard Edelen (USA) Chiswick (London) 1963
2:12:11,2 Abebe Bikila (ETH) Tokio 1964
2:09:36,4 Derek Clayton (AUS) Fukuoka 1967
2:08:18 Robert de Castella (AUS) Fukuoka 1981
2:07:12 Carlos Lopes (POR) Rotterdam 1985
2:06:50 Belayneh Dinsamo (ETH) Rotterdam 1988
2:06:05 Ronaldo da Costa (BRA) Berlin 1998
2:04:55 Paul Tergat (KEN) Berlin 2003
2:03:59 Haile Gebrselassie (ETH) Berlin 2003
2:03:38 Patrick Makau (KEN) Berlin 2011

Geoffrey Mutai (Kenia) gewann 2011 den Boston-Marathon in 2:03:02 Stunden. Diese Zeit kann jedoch nicht offiziell als Weltrekord anerkannt werden, da die Strecke nicht die entsprechenden Kriterien erfüllt.

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