Aktuelles Interview

Mikitenko über ihr Chicago-Rennen

Irina Mikitenko belegte beim Chicago-Marathon Platz zwei - danach sprach sie über das Rennen und ihre Zukunft.

Chicago- Marathon-Interview

Irina Mikitenko nach den Chicago-Marathon.

Bild: photorun.net

Mit dem zweiten Platz beim Bank of America Chicago-Marathon in 2:26:31 Stunden setzte Irina Mikitenko (TV Wattenscheid) am vergangenen Sonntag ihre Serie hochklassiger Marathon-Resultate fort. Von den fünf Rennen ihrer Karriere, die alle zu den World Marathon Majors gehörten, hat sie drei gewonnen und war zweimal Zweite. Nach dem Chicago-Marathon gab Irina Mikitenko das folgende Interview:

Wie fühlen Sie sich nach dem zweiten Platz?

Irina Mikitenko: Ich glaube, ich brauche mich nicht zu verstecken. Ein zweiter Platz in Chicago, das ist schon etwas. Zugleich bin ich aber auch etwas enttäuscht, dass ich nicht gewonnen habe. Aber Liliya Shobukova war besser vorbereitet als ich.

Die Siegerin hatten Sie vorher als starke Konkurrentin genannt.

Irina Mikitenko: Ja, vor ihr hatte ich Respekt und mit ihr hatte ich gerechnet. Ich wusste: Wenn sie am Ende noch vorne dabei sein sollte, dann ist sie schneller als ich.

Liliya Shobukova profitierte am Ende von ihrer sehr guten Grundschnelligkeit. Hätten Sie bei einem von vornherein deutlich schnelleren Tempo bessere Chancen gehabt?

Irina Mikitenko: Ich glaube schon, aber das Problem war zum einen, dass es extrem kalt war, so dass wir dadurch sehr langsam gelaufen sind. Hinzu kam, dass meine Vorbereitung dieses Mal kürzer war, also nicht ganz so gut wie sonst. Dadurch habe ich mich nicht getraut, das Tempo eher zu forcieren. Vielleicht war das ein taktischer Fehler, aber ich wusste nicht, ob es gut gehen würde. Auf den letzten zehn Kilometern habe ich es versucht, aber es reichte nicht mehr.

Die WMM-Serie 2008-2009 haben Sie gewonnen.

Irina Mikitenko: Ja, jetzt kann zu 100 Prozent nichts mehr passieren. Da freue ich mich natürlich sehr, denn das ist ein besonderer Erfolg. Die WMM kann man nur gewinnen, wenn man zwei Jahre lang Topleistungen gezeigt hat.

Was machen Sie jetzt als nächstes?

Irina Mikitenko: Wir haben einen Türkei-Urlaub gebucht und fahren in die Wärme ans Meer. Die Kinder freuen sich schon, sie haben nach dem Rennen von zu Hause aus angerufen und waren happy über meinen zweiten Platz. Sie haben ja auch mitbekommen, wie schwierig die Vorbereitung war.

Und welche Ziele haben Sie 2010?

Irina Mikitenko: Ich habe noch keine konkreten Pläne bezüglich des Frühjahrs, erst mal will ich mich ausruhen und regenerieren. Im Sommer kann ich mir vorstellen, bei der EM in Barcelona die 10.000 Meter zu laufen.

Text: race-news-service.com
Foto: photorun.net