Runner's World Interview

Mikitenko über Babypause und Verletzungen

Irina Mikitenko

Spessartwanderer, aufgepasst: In den Wäldern rund um Freigericht könnte ­Ihnen Irina Mikintenko bei einer ihrer langen Einheiten begegnen. Mitlaufen ist nicht zu empfehlen: Ihr langsamstes Tempo sind vier Minuten pro Kilometer.

Bild: Gabi Gerster

Sie teilen mit Paula Radcliffe die Erfahrung, nach einer Babypause in den Leistungssport zurückgekehrt zu sein. Was verändert sich danach?
Ich habe diese Erfahrung ja schon zweimal gemacht. Das erste Mal war es ein bisschen einfacher, da war ich erst 22 Jahre alt. Beim zweiten Mal war es schon schwieriger, nach Nächten, in denen ich schlecht geschlafen hatte, wieder leistungsfähig zu sein. Aber man wird mental auch stärker. Ich glaube, ohne Kinder könnte ich nicht so hart trainieren. An Tagen, an denen ich sehr müde bin und es draußen auch noch regnet, rettet mich manchmal der Gedanke, dass ich schon viel geschafft habe und die Familie schon viel mitgemacht hat.

Was Profi- und Freizeitsportler eint, ist die Angst vor Verletzungen. Sie mussten im letzten Jahr mit dem Worst Case leben und wegen einer Beckenverletzung Olympia absagen. Wie geht man damit um?

Das Leben geht weiter. Es fällt zunächst mal schwer, einen Wettkampf abzusagen, für den man lange und hart trainiert hat. Aber es gibt immer einen Wettkampf danach. Wichtig ist, dass man geduldig mit Verletzun­gen umgeht. Die Genesung erfolgt nicht von heute auf morgen.

Haben Sie einen Tipp, wie man sich ­gegen Erkältungen, gegen virale Infekte schützen kann, die Sportler besonders häufig befallen?
Die Sauna ist Pflicht. Vitamine sind wichtig, außer­dem viel Zink. Und nach dem Training immer gleich etwas Trockenes anziehen. Aber den hundertprozentigen Schutz gibt es nicht.

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Von Rekord zu Rekord – Mikitenkos Erfolge