Marathon Hamburg 2016

Meseret Hailu hat in Hamburg Großes vor

Meseret Hailu, die Vorjahres-Siegerin beim Marathon Hamburg, will auch 2016 in Hamburg antreten und dann den Streckenrekord brechen.

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Meseret Hailu will in Hamburg ihren Titel verteidigen

Meseret Hailu will in Hamburg den Streckenrekord brechen.

Bild: Haspa Marathon Hamburg

Äthiopiens Weltklasseläuferin Meseret Hailu kehrt als Titelverteidigerin zum Marathon Hamburg zurück und will am 17. April den Streckenrekord angreifen. Die Kursbestzeit des größten deutschen Frühjahrs-Marathons steht bei 2:24:12 Stunden.

Meseret Hailu sorgte im Oktober 2012 für Furore, als sie zunächst überraschend Halbmarathon-Weltmeisterin wurde und sich dann als Siegerin des Amsterdam-Marathons auf die Weltklassezeit von 2:21:09 Stunden steigerte. In den folgenden beiden Jahren kam sie an derartige Topzeiten nicht mehr heran, doch 2015 folgte ein deutlicher Aufwärtstrend: Mit dem Haspa Marathon Hamburg gewann sie erstmals seit Amsterdam 2012 wieder ein großes, international bedeutendes Rennen. 2:25:41 Stunden erreichte sie vor einem Jahr, beim Berlin-Marathon folgte dann im Herbst ein dritter Platz mit 2:24:33.

Jetzt will sie in Hamburg noch etwas schneller laufen. Der Streckenrekord ist das Ziel. Diesen hält seit 2012 ihre äthiopische Landsfrau Netsanet Abeyo mit 2:24:12. Aufgrund der extrem starken Konkurrenz in Äthiopien wird es für Meseret Hailu jedoch sehr schwierig, sich für die Olympischen Spiele zu qualifizieren. Dafür müsste sie wohl ihre Bestzeit unterbieten.

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Meseret Hailu will sich beim Marathon Hamburg weiter verbessern

Die 25-jährige Meseret Hailu freut sich auf ihre Rückkehr nach Hamburg, wo sie vor einem Jahr einen deutlichen Aufwärtstrend verzeichnete. „Ich bin sehr froh, in Hamburg als Titelverteidigerin antreten zu können. Nach einem schwierigen Jahr 2014 hatte mir Hamburg die Chance gegeben, ein Comeback im Marathon zu starten. Es war für mich der Beginn eines erfolgreichen Jahres 2015 und ich hoffe, dass ich nun bei meiner Rückkehr meine Zeiten weiter verbessern kann“, erklärte Meseret Hailu.

Renndirektor Frank Thaleiser erklärte dazu: „Wir sind hocherfreut, dass Meseret Hailu wieder nach Hamburg kommt und das Ziel mitbringt, den Streckenrekord anzugreifen.“ Er fügte hinzu: „Für viele Topläuferinnen bietet der Haspa Hamburg Marathon 2016 eine große Chance sich für die Olympia-Auswahl ihrer Nation zu qualifizieren“.

Weitere Top-Läuferinnen beim Marathon Hamburg

Neben der Titelverteidigerin können fünf weitere Läuferinnen persönliche Bestzeiten von unter 2:30 Stunden aufweisen. Ein Comeback startet dabei die mexikanische Marathonrekordlerin Madai Perez. Die 36-Jährige, die vor zehn Jahren in Chicago ihre Bestzeit von 2:22:59 Stunden erreichte und bei den Weltmeisterschaften in Moskau 2013 Rang sieben belegt hatte, sollte eigentlich vor zwei Jahren schon in Hamburg laufen. Doch eine Verletzung stoppte sie. Nachdem die Karriere der Mexikanerin bereits beendet schien, nimmt sie nun in Hamburg einen neuen Anlauf mit dem Ziel Olympia in Rio.

Zurück nach Hamburg kommt auch Beata Naigambo. Die 35-jährige Läuferin aus Namibia war vor einem Jahr Dritte mit einer persönlichen Bestzeit von 2:27:28. Im November zeigte sie weiter aufsteigende Tendenz: Beata Naigambo gewann den Valencia-Marathon mit einem Streckenrekord und einer Steigerung auf 2:26:57. Zu beachten sein wird auch Filomena Costa. Die 31-jährige Portugiesin siegte vor einem Jahr beim Sevilla-Marathon in 2:28:00 und erreichte dann bei den Weltmeisterschaften in Peking einen beachtlichen zwölften Platz. Die Brasilianerin Adriana da Silva (2:29:17) und die Polin Monika Stefanowicz (2:29:28) sind ebenfalls schon unter 2:30 Stunden gelaufen.