Düsseldorf Marathon

Melanie Kraus gewinnt souverän

Melanie Kraus gewann den Düsseldorf-Marathon überlegen in 2:33:36 Stunden.

Düsseldorf-Marathon 2008

Knapp 4.000 Marathonläufer gingen in Düsseldorf auf die Marathonstrecke.

Melanie Kraus gewann den Düsseldorf-Marathon überlegen in 2:33:36 Stunden, verpasste aber den Streckenrekord um knapp 7 Minuten (Luminita Zaituc 2:26:44, 2005). Die Läuferin der LG Bayer Leverkusen löste damit voraussichtlich das letzte verbleibende Marathon-Olympia-Ticket bei den Frauen, obwohl sie nicht unter der Olympia-Norm von 2:31:00 Stunden blieb. Die hatte sie allerdings schon im letzte Herbst beim Frankfurt-Marathon unterboten, dort siegte sie in 2:28:56 Stunden.

Zwei der drei Olympia-Plätze sind wohl schon an London-Marathon-Siegerin Irina Mikitenko und Susanne Hahn vergeben. Hahn siegte parallel zu Kraus bei den Deutschen Meisterschaften in Mainz in 2:29:34 Stunden. „Der Verband muss entscheiden, ob ich dabei bin, aber ich bin bereit“, stapelte Melanie Kraus nach dem Zieleinlauf tief, dabei scheint es klar, dass an ihr nach den zurückliegenden beiden Marathonsiegen kein Weg bei der Nominierung vorbeigeht.

Melanie Kraus

Die ebenfalls mit großen Ambitionen ins Rennen gestartete Vorjahressiegerin und Streckenrekordhalterin Luminita Zaituc musste schon bei Kilometer 20 alle Hoffnungen begraben und stieg aus. Nach der ersten Hälfte hatte sich ein Zweikampf zwischen Melanie Kraus und Leah Malot entwickelt. Die Kenianerin brach dann jedoch bei ihrem Debüt-Rennen knapp zwei Kilometer vor Schluss vollkommen ein und joggte schließlich als Siebente in 2:55:51 ins Ziel. Tsige Worku (Äthioien/2:38:10) und Kiraz Ummü (Turkey/2:38:25) belegten die nächsten Ränge hinter der souveränen Siegerin Melanie Kraus. Sonja Oberem (Bayer Leverkusen) wurde Sechste in 2:46:58 Stunden.

Bei den Männern konnte Bellor Yator seinen Vorjahressieg wiederholen, war allerdings bei der diesjährigen Auflage entscheidend langsamer. Nach 2:11:15 Stunden erreichte er das Ziel am Rhein und klagte anschließend ein wenig über die veränderte Streckenführung: „To much corners…“, zu viele Ecken waren es ihm unterwegs.

Grundsätzlich ließ sich über die Bedingungen allerdings nicht meckern. Die Düsseldorfer Strecke ist kurvenreich, aber lässt sich flüssig laufen, die Organisation ist perfekt und die Witterungsbedingungen gaben nur ab etwa 2 Stunden Laufzeit zum Meckern Anlass: Zum Schluss stieg das Thermometer über die 20 Grad. Doch ein leichter Wind sorgte für Erfrischung und dem Gros der knapp 4000 gemeldeten Marathonläufer schien das Wetter augenscheinlich zu passen. Eine imposante Meldezahl: „Das entspricht einer Steigerung von nahezu einem Drittel an Marathonanmeldungen“, freute sich Race-Director Jan Winschermann, der mit Marathonstaffeln und weiteren Nebenwettbewerben sogar insgesamt ein Feld von 10.000 Teilnehmer am Start vor den Rheinterassen auf die Strecke schickte.

Fotos vom Düsseldorf Marathon finden Sie hier.

Die Ergebnisse:
Marathon:
Männer: 1. Bellor Yator (Kenia) 2:11:15
2. Abdulhak Zakaria (Bahrain) 2:11:37
3. Almustafa Riyadh (Bahrain) 2:11:41

Frauen:
1. Melanie Kraus (TSV Bayer Leverkusen) 2:33:36
2. Tsige Worku (Äthiopien) 2:38:10
3. Kiraz Ümmü (Türkei) 2:38:25


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