Tokio-Marathon

Mekonnen und Aryasova gewinnen

Bei dem größten japanischen Marathonrennen in Tokio gingen rund 35.000 Teilnehmer an den Start. Der Äthiopier Mekkonen siegte in 2:07:35 Stunden.

Tokio-Marathon

Eindrucksvolle Streckenpunkte passieren die Läufer in Tokio.

Hailu Mekonnen und Tatyana Aryasova haben am Sonntag den Tokio-Marathon gewonnen. Der Äthiopier lief 2:07:35 Stunden, die Russin war nach 2:27:29 im Ziel. Bei dem größten japanischen Marathonrennen gingen rund 35.000 Teilnehmer an den Start. Über eine Viertelmillion Läufer – so viele wie bei keinem anderen Marathon weltweit – hatten sich um eine Startnummer beworben. Die Nummern wurden im vergangenen Herbst in einer Lotterie verlost.

Nach einer flotten Halbmarathon-Zwischenzeit von 63:13 Minuten fiel eine erste Vorentscheidung im Männerrennen bei Kilometer 27. Hier setzten sich Hailu Mekonnen und Paul Biwott gemeinsam mit dem Tempomacher Henry Sugut (Kenia) von ihren Konkurrenten ab. Nach 30 km (1:29:56) ging Sugut aus dem Rennen und drei Kilometer später setzte sich Mekonnen von Biwott ab. Für den 30-jährigen Mekonnen war es der erste Marathonsieg seiner Karriere. Im vergangenen Jahr lief er erstmals über die 42,195 km. In seinem dritten Marathon gelang ihm dann in Amsterdam im Oktober als Fünfter eine Steigerung auf 2:07:37 Stunden. Diesen persönlichen Rekord verbesserte er nun in Tokio, wo er jedoch den Kursrekord des Schweizers Viktor Röthlin (2:07:23 im Jahr 2008) relativ knapp verpasste.

Paul Biwott wurde Zweiter in 2:08:17 Stunden; die Japaner Yuki Kawauchi (2:08:37) und Yoshonori Oda (2:09:03) belegten die nächsten Plätze. Das Männerrennen litt qualitativ unter der kurzfristigen Absage des Weltrekordlers Haile Gebrselassie (2:03:59 Stunden). Der Äthiopier hatte sich im Training bei einem Sturz am linken Knie verletzt.

In einem spannenden Frauenrennen lag lange Zeit die Debütantin Misaki Katsumata (Japan) in Führung, die die Halbmarathonmarke nach 1:12:50 Stunden erreichte. Zwischen Kilometer 27 und 28 wurde sie dann jedoch von ihrer Landsfrau, der früheren nationalen Rekordhalterin Yoko Shibui (Bestzeit: 2:19:41), überholt. Doch auch Shibui schwanden in der Endphase die Kräfte. Gut zweieinhalb Kilometer vor dem Ziel hatte Tatyana Aryasova den Rückstand aufgeholt und übernahm die Führung. Die 31-jährige Russin gewann das Rennen in 2:27:29, der zweitbesten Zeit ihrer Karriere. Im vergangenen Oktober hatte sie den Dublin-Marathon in 2:26:13 Stunden gewonnen.

Zweite wurde in Tokio Noriko Higuchi (Japan/2:28:49), Rang drei belegte Tatyana Petrova (Russland/2:28:56). Dann folgten jene Läuferinnen, die lange Zeit geführt hatten: Yoko Shibui (2:29:03) und Misaki Katsumata (2:31:10).

Text: race-news-service.com
Foto: photorun.net

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