New York-Marathon

Mary Keitany: "Ich laufe für meine Familie"

Mary Keitany sprach mit uns. Sie fühlt sich nach ihrem Sieg beim New York-Marathon bereit für die Olympischen Spiele 2016.

New-York-Marathon 2015 - Die Fotos

Mary Keitany ist bereit für Rio.

Bild: photorun.net

Mary Keitany hat am Sonntag zum zweiten Mal in Folge den New York-Marathon gewonnen. Nach einem taktischen Rennen lief die 33-jährige Kenianerin nach 2:24:25 Stunden ins Ziel im Central Park. Zuletzt gelang eine erfolgreiche Titelverteidigung im New Yorker Frauenrennen Paula Radcliffe. Die britische Marathon-Weltrekordlerin gewann 2007 und 2008. Mary Keitany beantwortete nach dem New York-Marathon die folgenden Fragen.

Was war es für ein Gefühl, zum zweiten Mal in Folge den New York-Marathon zu gewinnen?

Mary Keitany: Ich war überglücklich. Zweimal in New York zu gewinnen, bedeutet sehr viel für mich – es war erstaunlich.

Im nächsten Jahr sind die Olympischen Spiele in Rio. 2012 waren Sie in London Vierte. Sind Sie besonders motiviert, weil sie bei den Spielen vor drei Jahren eine Medaille verpassten?

Mary Keitany: Den olympischen Marathon zu gewinnen oder einen Medaillenrang zu erreichen, das bedeutet sehr viel. Ich würde sehr gerne in Rio an den Start gehen und eine Medaille gewinnen. Hier habe ich jetzt einen ersten Schritt in Richtung Olympia gemacht. Ich bin bereit für Rio. Aber wir müssen die Nominierung des kenianischen Teams abwarten.

Sie haben inzwischen zwei Kinder. Es gibt einige Läuferinnen, die nach einer Geburt stärker waren als zuvor. Wie fühlen Sie sich?

Mary Keitany: Es ist auf jeden Fall ein sehr gutes Gefühl, als Athlet eine Familie zu haben. Manchmal denke ich beim Laufen an meine Kinder. Ich renne nicht mehr nur für mich selbst sondern für meine Familie, das ist gut so.

Es gibt inzwischen viele Athleten, die im Training die Marathondistanz oder sogar noch längere Strecken laufen. Machen Sie das auch?

Mary Keitany: Nein, ich renne nie 42 Kilometer im Training. Ich trainiere lange Strecken und laufe manchmal 30 Kilometer und mehr – aber nicht eine Marathondistanz.

Die erste Kenianerin, die den New York-Marathon gewann, war Tegla Loroupe 1994. Sie wurde zu einem Symbol. War sie auch für Sie eine Inspiration?

Mary Keitany: Ja, ich wusste schon als Schulkind wer sie ist. Sie war für mich ein großes Vorbild und ich sagte mir: eines Tages will ich so erfolgreich sein wie sie.