London-Marathon

Mary Keitany bricht Afrika-Rekord

Mary Keitany

Mary Keitany brach in London den Afrikarekord.

Bild: photorun.net

Verhältnismäßig langsam hatte das Frauenrennen begonnen, obwohl die Strecke auf den ersten Kilometern leicht abfällt. In der Anfangsphase lagen dabei auch Constantina Dita (Rumänien) und Irina Mikitenko unmittelbar hinter den beiden Tempomacherinnen. Doch schnell fiel die Olympiasiegerin weit zurück, und als das Tempo erhöht wurde, konnte auch die Deutsche nicht mehr mithalten. Nach 70:53 Minuten erreichte die zu diesem Zeitpunkt noch zehnköpfige Spitzengruppe die Halbmarathonmarke – Irina Mikitenko folgte alleine laufend mit 72:01.

Zehn Kilometer später waren die Kenianerinnen unter sich: Mary Keitany, Lucy Kabuu, Priscah Jeptoo, Edna und Florence Kiplagat liefen an der Spitze. Es waren dann zunächst Edna Kiplagat und Mary Keitany, die sich zwischen 30 und 35 km lösen konnten. Letzteren Punkt erreichten die beiden noch gemeinsam nach 1:56:01 Minuten. Damit lagen die führenden Frauen in einem immer schneller werdenden Lauf erstmals auf Kurs für eine Zielzeit von unter 2:20 Stunden. Keitany hielt das Tempo hoch und ließ dann Kiplagat rund sechs Kilometer vor dem Ziel hinter sich. Die Titelverteidigerin, die im vergangenen Jahr in London mit 2:19:19 gewonnen hatte, absolvierte die zweite Hälfte in London in famosen 67:44 Minuten. Dies wäre in der Halbmarathon-Jahresweltbestenliste gut genug für Rang sieben!

„Ich wusste, dass ich unter 2:19 Stunden laufen kann. Aber Catherines Nderebas Rekord zu brechen, das ist etwas Besonderes“, sagte Mary Keitany. „Ich bin überwältigt, ein zweites Mal in London gewonnen zu haben. Wir haben bis 35 km zusammengearbeitet. Danach fühlte ich mich so gut, dass ich das Tempo erhöhte“, fügte die Siegerin hinzu.

Irina Mikitenko wurde auf der zweiten Hälfte kaum langsamer und hielt sich achtbar in dem Klassefeld. Zufrieden war sie jedoch nicht. „Ich hatte eine bessere Zeit erwartet und konnte leider nicht das zeigen, was ich erwartet hatte. Aber mir hat heute einfach die Kraft gefehlt“, sagte die 39-Jährige, die lange Zeit des Rennens alleine laufen musste.

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Kipsang und Keitany beeindrucken beim London-Marathon