Paris-Marathon 2015

Mark Korir läuft Weltklassezeit in Paris

Meseret Mengistu und Mark Korir sind die Sieger des Paris-Marathons 2015. Über 41.000 Athleten genossen das Laufspektakel in der französischen Hauptstadt.

Mark Korir beim Paris-Marathon

Mark Korir gewann den Paris-Marathon mit einer persönlichen Bestzeit.

Bild: photorun.net

Der Kenianer Mark Korir hat den Paris-Marathon gewonnen und mit 2:05:49 Stunden eine Weltklassezeit erzielt. In der französischen Hauptstadt gab es damit das beste Ergebnis des ersten großen April-Marathonwochenendes, obwohl der ursprünglich avisierte Streckenrekord nicht erreicht werden konnte. Der Äthiopier Kenenisa Bekele war vor einem Jahr bei seinem Marathon-Debüt in Paris 2:05:04 Stunden gelaufen.

Paris-Marathon:Mark Korir läuft bisher zweitschnellste Zeit in diesem Jahr

Immerhin erzielte Mark Korir die bisher zweitschnellste in diesem Jahr in der Welt gelaufene Zeit. Schneller war nur der äthiopische Dubai-Marathon-Sieger Lemi Berhanu, der im Januar 2:05:28 Stunden erreicht hatte. Mit deutlichem Abstand folgten am Sonntag in Paris der Kenianer Luka Kanda als Zweiter mit 2:07:20 Stunden und Seboka Tola (Äthiopien), der nach 2:07:33 Stunden im Ziel war.

Bei den Frauen gab es einen äthiopischen Doppelerfolg und ebenfalls gute Zeiten: Meseret Mengistu gewann überraschend in 2:23:26 Stunden. Nur vier Sekunden langsamer war Amane Gobena mit 2:23:30 Stunden. Dritte wurde die Kenianerin Visiline Jepkesho in 2:24:44 Stunden.

Über 40.000 Finisher beim Paris-Marathon 2015

Genau 41.342 Läufer gingen in Paris an den Start, die Rekordzahl von 40.176 erreichte das Ziel. Damit ist das Rennen sicherlich auch in diesem Jahr der größte europäische Marathonlauf. Lediglich beim New York-Marathon gab es bisher Finisher-Zahlen von über 40.000 Athleten.

Nachdem eine große Spitzengruppe im Männerrennen die Halbmarathonmarke nach 63:21 Minuten passiert hatte, machte zunächst der Kenianer Mike Kigen Druck und setzte sich schließlich ab. Doch fünf Kilometer vor dem Ziel holte ihn Mark Korir ein. Während Kigen einbrach und von weiteren Läufern überholt wurde, rannte Korir zum Sieg. „Ich hatte nicht gedacht, dass ich hier gewinnen könnte, denn es waren einige Läufer mit Bestzeiten von unter 2:07 Stunden am Start“, erklärte Mark Korir gegenüber der Internetseite des internationalen Leichtathletik-Verbandes iaaf.org. „Ich hatte auch nicht mit einer derartigen Zeit gerechnet, obwohl ich glaube, dass ich in der Zukunft Zeiten um 2:04 Stunden erreichen kann.“

Der 30-jährige Korir startete in der Vergangenheit viel bei US-amerikanischen Straßenläufen. Seine bisherige Marathon-Bestzeit von 2:07:08 Stunden war er jedoch in Südkorea gelaufen: 2013 erreichte er bei seinem Debüt über diese Distanz in Seoul Rang zwei. Der Sieg in Paris war für Mark Korir der bisher größte Erfolg in seiner Karriere.

Meseret Mengistu läuft persönliche Bestzeit beim Paris-Marathon

Ein Durchbruch im Marathon gelang der Frauen-Siegerin von Paris: Die 25-jährige Meseret Mengistu steigerte ihre bisherige Bestzeit um fast genau sechs Minuten. Die Äthiopierin, die in Pyongyang vor zwei Jahren 2:29:22 Stunden gelaufen war, erreichte das Ziel nun in 2:23:24 Stunden. Im vergangenen Jahr hatte sie immerhin auch schon den aufstrebenden Kapstadt-Marathon gewonnen (2:30:56 Std.). Ihr größter internationaler Erfolg bisher war ein sechster Platz bei den Halbmarathon-Weltmeisterschaften 2010. Auch die beiden nächstplatzierten Läuferinnen, Amane Gobena und Visiline Jepkesho, erreichten persönliche Bestzeiten.