Neue Form des Alpinismus

Marathonpremiere hoch über dem Meeresspiegel

Beim Maddalene Sky Marathon in Südtirol am 30. August werden Lunge und Trittsicherheit der Läufer gefordert.

Skyruning

Ausblicke auf die Südtiroler Bergwelt, da möchte man am liebsten kurz stehen bleiben.

„Skyrunning“ ist eine der jüngsten und zugleich eine der extremen Disziplinen des Alpinismus. Der englische Begriff Skyrunning („Himmelslaufen“) bezeichnet dabei eine Mischform aus dem gewöhnlichen Berglauf und dem Höhenbergsteigen. Offiziell gibt es diese Disziplin seit den Neunziger Jahren des 20. Jahrhunderts, allerdings dürfte die Leidenschaft für die Berge und den Laufsport bereits lange vorher viele „Himmelsläufer“ beflügelt haben.

Heute wird diese Form des Alpinismus noch schneller, interessanter und waghalsiger von extrem Athleten wie Kilian Kilian Jornet oder Christian Stangl in unterschiedlichen Formen augeübt. Killian durchquerte kürzlich die Insel Korsika in ihrer Hochebene und unterbot mit einer neuen Laufrekordzeit von 32:54:24 Stunden die Streckenzeit seines Vorgängers um vier Stunden. Der Österreicher Christian Stangl begab sich in noch höhere Ebenen und stelle mit seiner „ Seven Summits Tagestournee“ nach 58:45 Stunden seinen eigenen Rekord auf.

Hier gibts traditionelle Stärkung für den Rest des Weges.

Der Maddalene Sky Marathon am 30. August 2009 an der Südseite der Ultner Berge im wunderschönen Südtirol führt von Unsere liebe Frau im Walde (1.351 m) über den wunderschönen Bonacossa-Steig Nr. 133 entlang bis zur Bordolona di Sotto Alm im Trentino (1.806 m) und verläuft auf einer durchschnittlichen Höhe von zirka 2.000 Meter. Die Gesamtlänge beträgt 40,93 Kilometer, der höchste Punkt befindet sich auf 2.296 Meter Höhe (Passo Binasia). Der gesamte Höhenunterschied im Aufstieg beträgt beachtliche 2.200 Meter, beim Abstieg sind es 1.745 Höhenmeter. Entlang der Strecke befinden sich zahlreiche Almen und Hütten mit Einkehrmöglichkeit.

Jeder Läufer ab 18 mit einem gültigen ärztlichen Attest ist startberechtigt. Für Übernachtung, Verpflegung und einen Shuttleservice ist gesorgt. Der Lauf ist bis jetzt mit einer hohen Anzahl an starken Läufern aus Südtirol besetzt. Der Veranstalter hofft auf weitere internationale Starter.