David Barmasai

Marathon wie im "Märchen aus 1001 Nacht"

Der erst 22-jährige Kenianer David Barmasai siegte beim Dubai-Marathon 2011 in 2:07:18 Stunden.

David Barmasai

David Barmasai auf dem Weg zu einem Überraschungssieg in Dubai.

Bild: photorun.net

Drei Jahre in Folge hatte Haile Gebrselassie den Dubai-Marathon dominiert. Am Freitagmorgen wurde nun ein Außenseiter aus Kenia zum Nachfolger des Äthiopiers, der dieses Mal nicht am Start war und stattdessen Ende Februar in Tokio Marathon laufen wird. David Barmasai heißt der Sieger des Dubai-Marathons 2011. Der erst 22-jährige Kenianer muss sich in den Vereinigten Arabischen Emiraten vorkommen wie im ,Märchen aus 1001 Nacht’, denn zum ersten Mal in seiner jungen Karriere startete er außerhalb Kenias. Dabei landete er auf Anhieb den ,Marathon-Jackpot’, denn bei keinem anderen Rennen über die klassische Distanz gibt es ein derart hohes Sieggeld zu gewinnen: Mit 250.000 Dollar fliegt David Barmasai zurück nach Kenia. Mit dieser Summe hat er in seiner Heimat praktisch ausgesorgt.

Mit 2:07:18 Stunden erzielte David Barmasai auf der superflachen Strecke von Dubai zwar eine erstklassige Zeit, jedoch war das Ergebnis bei weitem nicht so schnell wie die Zeiten der vergangenen Jahre. Schnellste Frau war bei warmen Temperaturen von 21 Grad Celsius und einem zeitweiligen Gegenwind die 25-jährige Äthiopierin Aselefech Mergia. Zwei Tage vor ihrem 26. Geburtstag lief sie sehr gute 2:22:45 Stunden und sicherte sich damit ebenfalls eine Prämie von einer Viertelmillion US-Dollar.

Im Männerrennen schlugen die "Hasen" zunächst ein Tempo ein, das im Bereich von Haile Gebrselassies Weltrekord (2:03:59 Stunden) lag. Doch die 20-köpfige Spitzengruppe verlor schnell an Fahrt und als die Halbmarathonmarke nach 62:46 Minuten erreicht wurde, hatte sich die Anzahl der Läufer in der ersten Gruppe bereits fast halbiert. Bald darauf rannten nur noch zwei Athleten hinter dem letzten verbliebenen Tempomacher Stephen Kibet: Der favorisierte Eliud Kiptanui und sein Landsmann David Barmasai.

Nachdem Kibet an der 30-km-Marke ausgestiegen war und Kiptanui sich mit einer Tempoverschärfung abgesetzt hatte, schien das Rennen zugunsten des 21-jährigen Prag-Marathon-Siegers von 2010 (Bestzeit: 2:05:39) entschieden. Doch plötzlich fasste sich der kenianische Shooting-Star an die Seite. Nachdem ihn David Barmasai überholt hatte, beendete Kiptanui das Rennen vorzeitig.

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