Marathon

Marathon-Weltrekordlerin plant über London 2012 hinaus

Paula Radcliffe will noch über die Olympischen Spiele 2012 hinaus ihre Karriere fortsetzen.

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Paula Radcliffe, hier vor einem Lauf in New York.

Bild: Photorun.net

„Wenn die Olympischen Spiele 2012 vorbei sind, ist deswegen noch nicht meine Karriere ebenfalls vorbei. Ich will noch weiter rennen und hoffe, dass es klappt“, sagte die 36-Jährige, die sich im März 2009 einer Operation am Fuß unterziehen musste und dann aufgrund eines Knieproblems beim New York-Marathon im November nicht über Platz vier hinausgekommen war. Das war ihr letztes Rennen vor der Schwangerschaft. Paula Radcliffe kann zur Zeit keine Wettkämpfe bestreiten, da sie im September ihr zweites Kind erwartet.

Dass der Olympia-Marathon 2012 in London für die Engländerin höchste Priorität hat, bestätigte Paula Radcliffe gegenüber der BBC einmal mehr. „Bisher hatte ich noch nicht die Chance, in einem olympischen Marathon meinen eigenen Ansprüchen gerecht zu werden. Ich hoffe, dass mir die langen Pausen helfen werden, so dass ich diese Chance 2012 endlich bekomme“, sagte Paula Radcliffe, die 2005 in London den bisher unangetasteten Marathon-Weltrekord von 2:15:25 Stunden aufstellte. „Ich habe den ganz großen Wunsch, 2012 olympisches Gold zu gewinnen. Dass das Rennen auf heimischem Boden stattfindet, treibt einen besonders dazu an, eine gute Leistung zu zeigen.“

„Ich bin auch aufgrund dessen, was mir in Athen und Peking passierte, besonders motiviert“, sagte Paula Radcliffe, die bei Olympia in Athen bei brütender Hitze 2004 entkräftet ausgestiegen war und vier Jahre später in Peking aufgrund eines Ermüdungsbruches im Vorfeld des Rennens keine Rolle spielen konnte. „Ich will endlich einmal perfekt vorbereitet in einen olympischen Marathon gehen und dann das machen, was ich am besten kann: einen Wettkampf laufen, wenn ich in Topform bin“, erklärte Paula Radcliffe, die aber auch mutmaßt: „Wahrscheinlich gibt es nur eine gewisse Anzahl von Top-Marathonrennen, die ein Athlet laufen kann. Aber das ist bei jedem etwas anders.“