London-Marathon 2014

Marathon-Weltrekordler Kipsang läuft gegen Mo Farah

Wilson Kipsang trifft beim London-Marathon auf den Olympiasieger Mo Farah. Beim Boston-Marathon werden Titelverteidiger Lelisa Desisa und Rita Jeptoo starten.

Mo Farah startet beim London-Marathon

Mo Farah wird in London unter anderen auf Weltrekordler Wilson Kipsang treffen.

Bild: photorun.net

Marathon-Weltrekordler Wilson Kipsang wird erwartungsgemäß in London sein nächstes Rennen über die klassische Distanz laufen. Die Veranstalter des World Marathon Majors (WMM)-Rennens, das am 13. April stattfindet, bestätigten die Verpflichtung des Kenianers, der in Berlin im vergangenen September den Weltrekord auf 2:03:23 Stunden verbessert hatte. Kipsang wird in London auf eine Reihe von Top-Stars treffen, darunter der Marathon-Olympiasieger und Weltmeister Stephen Kiprotich (Uganda) sowie natürlich Mo Farah (Großbritannien).

Für den London-Marathon wurden gleich sechs Läufer mit Bestzeiten von unter 2:05 Stunden verpflichtet. Neben Wilson Kipsang, der das Rennen an der Themse 2012 gewann und sich im vergangenen Jahr aufgrund eines Zehnagelproblems mit Rang fünf zufrieden geben musste, sind dies Geoffrey Mutai (2:03:02 auf der nicht rekordträchtigen Strecke von Boston), Emmanuel Mutai (beide Kenia/2:03:52), Ayele Abshero (2:04:23), Feyisa Lilesa (2:04:32) und Tsegaye Kebede (alle Äthiopien/2:04:38), der als Titelverteidiger antreten wird.

Mit Spannung erwartet wird in London das Marathon-Debüt von Mo Farah. Der Doppel-Olympiasieger und -Weltmeister (jeweils 5.000 und 10.000 m) trifft dabei auf einen weiteren, stark einzuschätzenden Debütanten, der aus Äthiopien kommt: Es ist nicht Kenenisa Bekele, der eine Woche zuvor in Paris starten wird, sondern Ibrahim Jeilan. Der 10.000-m-Weltmeister von 2011, Jeilan, hatte Farah damals im WM-Finale auf Platz zwei verwiesen.

Mo Farah äußert sich zurückhaltend mit Prognosen, nachdem er im vergangenen Herbst falsch zitiert worden war, als es hieß, er könne eines Tages die Zwei-Stunden-Marke unterbieten. „Ich bin noch nie einen Marathon gelaufen. Es wäre natürlich schön, wenn ich auf Anhieb Erfolg haben könnte. Doch man muss Respekt vor der Strecke haben. Wahrscheinlich brauche ich drei oder vier Rennen, bis ich wirklich gut laufe“, sagte Mo Farah, der rund 120 Meilen pro Woche (gut 190 Kilometer) trainiert.

Die Veranstalter des Boston-Marathons hatten bereits zuvor erklärt, dass beide Titelverteidiger am 21. April bei dem WMM-Rennen an den Start gehen, das 2013 von Bombenanschlägen überschattet wurde: Lelisa Desisa (Äthiopien) und Rita Jeptoo (Kenia) gewannen im vergangen April.