30. BMW Frankfurt Marathon

Mamitu Daska siegt mit neuem Streckenrekord

Mamitu Daska mit Kursrekord

Mamitu Daska gewinnt das Rennen mit einem Streckenrekord.

Bild: www.photorun.net

Am Ende hatte Wilson Kipsang Pech, dass er den fünf Wochen alten Weltrekord von Patrick Makau, den dieser mit 2:03:38 Stunden in Berlin aufgestellt hatte, um nur vier Sekunden verpasste. Es war aber nicht die knappste Weltrekordjagd in der Marathon-Geschichte. 1985 hatte der Brite Steve Jones in Chicago die ein halbes Jahr zuvor in Rotterdam von Carlos Lopes (Portugal/2:07:12) aufgestellte Bestmarke um lediglich eine Sekunde verpasst.

Durch die glänzenden Zeiten bei den Männern hat Frankfurt in der Liste der schnellsten City-Marathonrennen aller Zeiten einen enormen Sprung von Rang neun auf Platz fünf nach vorne gemacht. Diese Statistik basiert auf dem Durchschnitt der zehn schnellsten je gelaufenen Männer-Zeiten eines Rennens. Frankfurts Schnittzeit liegt nun bei 2:05:45,3 Stunden. Schneller sind in dieser Liste nun nur noch Rotterdam, Berlin, Boston und London – Frankfurt hat am Sonntag sogar den Chicago-Marathon überholt.

Bei den Frauen liefen die zwei Äthiopierinnen Mamitu Daska und Merima Mohammed von Anfang an ein sehr hohes Tempo an der Spitze. Nach einer Halbmarathon-Zwischenzeit von 69:46 Minuten fiel auch bei den Frauen die Entscheidung jenseits der 35-km-Marke.

Hier setzte sich die 28-jährige Mamitu Daska entscheidend ab, während Merima Mohammed mit 2:24:32 Stunden noch auf Rang vier zurückfiel. „Es war mein Ziel eine Zeit von etwa 2:20 Stunden oder sogar knapp darunter zu erreichen“, erklärte Mamitu Daska. „Erst nach 40 Kilometern war ich mir sicher, dass ich gewinnen würde.“ Die Äthiopierin hat nach ihrer Frankfurter Leistung nun gute Chancen, für die Olympischen Spiele in London nominiert zu werden.

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