Beim Berlin-Marathon

Makau fordert Gebrselassie heraus

Marathon-Weltrekordler Haile Gebrselassie erwartet beim BMW Berlin-Marathon am 25. September harte Konkurrenz.

Patrick Makau will auch in diesem Jahr Kenias Fahne hoch halten in Berlin.

Patrick Makau will auch in diesem Jahr Kenias Fahne hoch halten in Berlin.

Bild: photorun.net

Der Marathon-Weltrekordler Haile Gebrselassie bekommt beim BMW Berlin-Marathon am 25. September harte Konkurrenz. Der Äthiopier, der das Rennen zum fünften Mal gewinnen möchte, trifft auf Patrick Makau. Der 26-jährige Kenianer kommt als Titelverteidiger nach Berlin.

Patrick Makau gehört zu jenen kenianischen Marathonläufern, die das Potenzial haben, den Weltrekord von Haile Gebrselassie (2:03:59 Stunden in Berlin 2008) zu brechen. Das bewies der Kenianer im vergangenen Jahr zweimal: Anfang April 2010 wurde er in Rotterdam mit einer Siegzeit von 2:04:48 Stunden zum damals viertschnellsten Läufer aller Zeiten über die klassische Distanz. Wäre der Wind nicht gewesen, hätte Patrick Makau den Weltrekord vielleicht schon in Holland geknackt. Im September kam er dann nach Berlin und hatte wieder Pech mit dem Wetter: Der erste Regenmarathon seit über 20 Jahren in Berlin stoppte die Weltrekordjagd. „Ich denke, der Regen hat mich rund eineinhalb Minuten gekostet“, erklärte Patrick Makau, nachdem er das Rennen in 2:05:08 gewonnen hatte. Nie zuvor war ein Marathonläufer bei derartigem Regen so schnell gelaufen.

Zuletzt belegte Patrick Makau beim Virgin London-Marathon im April den dritten Platz und lief dabei trotz eines Sturzes bei halber Strecke noch hochklassige 2:05:45 Stunden. Er freue sich, gegen den Ausnahmeläufer Gebrselassie laufen zu dürfen, sagte er. „Ich traue Haile zu, dass er in Berlin nochmals sehr schnell läuft. Aber ich werde versuchen, mich auf mein Rennen zu konzentrieren. Wenn wir am Schluss noch zusammen sind, wird der Stärkere gewinnen“, sagte Patrick Makau. Die beiden Konkurrenten könnten in Berlin allerdings auch voneinander profitieren. Denn beide brauchen eine sehr gute Zeit – idealerweise im Bereich des Weltrekordes – um angesichts der starken nationalen Konkurrenz in Äthiopien und Kenia für den Olympia-Marathon 2012 in London nominiert zu werden.