Prag-Marathon

Lydia Cheromei läuft Topzeit

Der diesjährige Prag-Marathon bot Topzeiten. Für das Highlight sorgte Lydia Cheromei, die 2:22:34 Stunden siegte.

Lydia Cheromei

Lydia Cheromei auf dem Weg zu einem Kursrekord in Prag.

Bild: photorun.net

Hochklassige Zeiten gab es beim Prag-Marathon am Sonntag. Für das Highlight sorgte dabei eine Frau: Lydia Cheromei gewann das Rennen in 2:22:34 Stunden und stellte damit einen Kursrekord auf. Die Kenianerin lief die viertschnellste Zeit des Jahres und dürfte nach diesem Rennen gute Chancen haben für die Olympia-Qualifikation für London 2012.

Noch 20 Jahre nachdem sie als 13-Jährige sensationell die Goldmedaille bei den Junioren-Weltmeisterschaften im Crosslauf gewonnen hatte, gehört Lydia Cheromei zur Langstrecken-Weltelite. Die 33-Jährige lief in Prag vom Start weg ihr eigenes Rennen und erreichte den Halbmarathonpunkt nach 70:41 Minuten mit deutlichem Vorsprung. „Ich habe mich nie umgedreht und nach den Konkurrentinnen geschaut. Ich war zuversichtlich. Eigentlich wollte ich heute unter 2:22 Stunden laufen, aber ich bin nicht enttäuscht. Denn die Strecke ist nicht einfach und es war ziemlich warm“, sagte Lydia Cheromei, zu deren Trainingspartnerinnen die London-Marathon-Siegerin und Halbmarathon-Weltrekordlerin Mary Keitany (Kenia) zählt. Lydia Cheromei, die den Prager Streckenrekord um gut drei Minuten verbesserte, hatte im Ziel fast genau sechs Minuten Vorsprung auf Yeshimebet Tadesse (Äthiopien/2:28:33). Dritte wurde Belainesh Zemedkun (Äthiopien) in 2:32:15.

Im Männerrennen erreichten die ersten drei Läufer Zeiten unter 2:08 Stunden. Der Kenianer Benson Barus setzte sich mit einer persönlichen Bestzeit von 2:07:07 Stunden vor seinen Landsleuten Kennet Mungara (2:07:39) und Sammy Kosgei (2:07:47) durch. Kosgei, der im vergangenen Jahr den 25-km-Weltrekord von 1:11:50 Stunden in Berlin aufgestellt hatte, lief in Prag ein starkes Marathondebüt.

Stefan Hubert vom SV Sömmerda lief bei seinem ersten Marathon in einer Zeit von 2:24:09 als bester Deutscher ins Ziel. Der zweifache Halbmarathon-Sieger beim Rennsteiglauf hatte sich für diesen Lauf extra in einem Trainingslager in 2.400 m Höhe in Kenia vorbereitet.

Benson Barus feiert seinen Sieg in 2:07:07 Stunden.

Bild: Prag-Marathon

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