London-Marathon

London-Marathon ohne Paula Radcliffe

Verletzungsbedingt verzichtet Paula Radcliffe auf einen Start in London. Nun gilt Irina Mikitenko als Favoritin.

Paula Radcliffe nicht in London 2009

Verletzungspech hindert die dreimalige Gewinnerin des London-Marathons daran, 2009 erneut in Großbritanniens Hauptstadt zu starten.

Wiederum stoppt Paula Radcliffe eine Verletzung vor dem London-Marathon: Die 35-Jährige erlitt am Dienstag beim Höhentraining in Albuquerque (USA) einen Bruch des zweiten Zehs am rechten Fuß. Bereits im vergangenen Jahr hatte die Marathon-Weltrekordlerin, die die Bestzeit von 2:15:25 Stunden bei ihrem Sieg in London 2003 aufgestellt hatte, auf das Rennen aufgrund einer Zehenverletzung verzichten müssen. Anschließend erlitt sie einen Ermüdungsbruch im Oberschenkel, war deswegen bei Olympia in Peking nicht in Topform und hatte keine Medaillenchance. Im November meldete sich Paula Radcliffe dann mit einem Sieg beim New York-Marathon zurück. Jetzt hat sie erneut Verletzungspech.

Im Vorfeld des Zehbruches hatte Paula Radcliffe bereits an einem Überbein am rechten Fuß laboriert. Dieses Problem war gelöst, doch nun kam die neue Verletzung, die, so wird vermutet, eine Folge der ersten Verletzung sein könnte. „Ich bin sehr enttäuscht, dass ich in diesem Jahr wieder nicht beim Flora London-Marathon starten kann. Ich hatte mich auf das Rennen vor heimischem Publikum gefreut“, erklärte Paula Radcliffe, die den London-Marathon in den Jahren 2002, 2003 und 2005 gewonnen hatte. „Ich überlege zurzeit, ob ich mich an dem Fuß operieren lasse, um zukünftige Probleme zu vermeiden.“ Je nach Heilungsdauer könnte auch Paula Radcliffes Marathon-Start bei den Weltmeisterschaften in Berlin im August in Gefahr geraten.

„Das tut mir sehr leid für Paula, sie hat wirklich viel Pech in letzter Zeit. Ich wäre gerne in London gegen sie gelaufen“, erklärte Irina Mikitenko, die nun als Titelverteidigerin bei dem Rennen am 26. April auch in die Favoritenrolle gerutscht ist. „Ich weiß, dass es sehr schwer ist, wenn man so wie Paula nach einem Hoch gleich wieder Rückschläge erlebt“, sagte Irina Mikitenko.

Text: race-news-service.com
Foto: photorun.net