London-Marathon

Liliya Shobukhova dominiert

Die Russin übernimmt nach ihrem Sieg die Führung in der World-Marathon-Majors-Wertung von Irina Mikitenko.

Liliya Shobukhova dominierte die Frauenkonkurrenz in London.

Liliya Shobukhova dominierte die Frauenkonkurrenz in London.

Bild: photorun.net

Während Irina Mikitenko die Strecke verließ und ins Athletenhotel an der Tower Bridge ging, lagen auf dem Weg zum Ziel am Buckingham Palast acht Läuferinnen in Führung. Unmittelbar nachdem die Tempomacherin Aniko Kalovics (Ungarn) an der Halbmarathonmarke (70:56 Minuten) ihre Arbeit beendet hatte, übernahm Liliya Shobukhova die Führung und bestimmte fortan das Tempo. „Ich laufe lieber an der Spitze mein Rennen, auch wenn ich dadurch eine Art Tempomacherin für die anderen bin“, antwortete die 32-jährige Russin auf die Frage, warum sie frühzeitig nach vorne gegangen war.

Nach Kilometer 30 (1:41:08 Stunden) begann die Spitzengruppe auseinander zu fallen. Zu jenen die nicht mehr mithalten konnten, gehörte auch die chinesische Weltmeisterin von 2009, Bai Xue, die schließlich in 2:25:18 Rang sieben belegte. Schon viel früher im Rennen waren Olympiasiegerin Constantina Dita (Rumänien) und US-Rekordlerin Deena Kastor weit zurückgefallen. An der 35-km-Marke waren dann noch vier Läuferinnen an der Spitze übrig: Hinter Shobukhova liefen Abitova und Mergia sowie Bezunesh Bekele (Äthiopien), die am Ende in 2:23:17 Vierte wurde. Immer wieder drückte Liliya Shobukhova auf das Tempo und schließlich löste sie sich am Themseufer rund zwei Kilometer vor dem Ziel entscheidend. „Mein nächstes großes Ziel ist nun der Marathon-Olympiasieg in London 2012“, sagte die Russin.

In der aktuellen World Marathon Majors (WMM)-Serie, die Irina Mikitenko 2008 und 2009 jeweils gewann, hat Liliya Shobukhova nun die Führung von der Deutschen übernommen. Der Sieg der Russin in London kam nicht überraschend. Vor einem Jahr war die inzwischen 32-jährige 5.000-m-Europarekordlerin (14:23,75 Minuten) bei ihrem Marathondebüt auf Anhieb Dritte in London, im Oktober 2009 gewann sie dann den Chicago-Marathon vor der damals zweitplatzierten Irina Mikitenko.

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