Frankfurt-Marathon 2013

Kompakte Spitze soll hohes Tempo laufen

Der Countdown für den Frankfurt-Marathon 2013 läuft. Christoph Kopp, Verantwortlicher für die Elite, und Race-Direktor Jo Schindler über den bevorstehenden Toplauf.

BMW Frankfurt-Marathon 2012 - Bilder
Frankfurt Jörg Wenig Highlight

Ein kompaktes Spitzenfeld soll am Sonntag in Frankfurt ein hohes Tempo laufen.

Bild: photorun.net

Seit dem Ende der vergangenen Woche interessiert sich Christoph Kopp mehr für die Wettervorhersage in Frankfurt als für jene in seiner Heimatstadt Berlin. Am Main schickt der Berliner am kommenden Sonntag beim 32. BMW Frankfurt-Marathon als Verantwortlicher für das Eliterennen ein hochkarätiges Feld ins Rennen. Vor einem Jahr war es am Morgen des Rennens so kalt, dass die Veranstalter kurzfristig die Kurven salzen ließen, um ein Ausrutschen der Athleten auf der möglicherweise gefrierenden Straße zu verhindern. Salz brauchen Christoph Kopp und Race-Direktor Jo Schindler am Sonntag nicht, das ist sicher.

Mit 21 Läufern im Rennen, die bereits schneller gelaufen sind als 2:10 Stunden, geht ein viel versprechendes Feld an den Start. Fünf von ihnen rannten bereits unter 2:05:30. Ein sehr schnelles Rennen ist zu erwarten, wobei Christoph Kopp jedoch keine Strecken- oder Weltrekordjagd ankündigt. Die Bestmarken stehen bei 2:03:42 beziehungsweise 2:03:23 Stunden und werden jeweils gehalten von Wilson Kipsang (Kenia).

„Es ist unser Ziel, eine kompakte Gruppe von Läufern mit einem hohen Tempo zur 30-km-Marke zu bringen. Wichtig ist dabei, ein gleichmäßiges Tempo und eines bei dem die Athleten nicht überfordert werden. Wenn wir nach 30 km noch eine größere Gruppe zusammen haben, kann hinten heraus noch viel passieren“, erläutert Christoph Kopp die Rennstrategie. „Unser Ziel ist es, am Ende eine Siegzeit von unter 2:05 Stunden zu erreichen.“

Die Äthiopier Dino Sefir (2:04:50) und Feyisa Lilesa (2:04:52) sowie die Kenianer Vincent Kiprutu (2:05:13), Levy Matebo Omari (2:05:16) und Albert Matebor (2:05:25) sind jene Athleten mit Bestzeiten von unter 2:05 Stunden. „Ich schätze aber auch die Kenianer Eric Ndiema und Gilbert Kirwa hoch ein. Ich sah Kirwa vor kurzem beim Training in Iten, er ist sehr gut in Form“, sagt Christoph Kopp. Ndiemas Bestzeit steht bei 2:06:07 während Kirwa 2009 in Frankfurt mit 2:06:14 gewonnen hatte. Kopp traut auch Moses Masai (2:11:00) und dem Debütanten Edwin Kipyego (beide Kenia), der im Frühjahr den Den Haag-Halbmarathon gewann, einiges zu.

„Als ich als Race-Direktor den Frankfurt-Marathon übernahm und dann ein Jahr später 2003 Christoph Kopp für das Elitefeld einsetzte, lag unsere Orientierung klar auf Spitzensport. Wir haben alle möglichen Aspekte verbessert, um so den Topläufern, aber auch den Breitensportlern, ideale Voraussetzungen für Bestleistungen zu bieten. Natürlich haben wir im Laufe der Zeit auch bessere finanzielle Möglichkeiten bekommen“, erklärt Jo Schindler den spitzensportlichen Aufstieg des Rennens, das seit 2003 bei den Männern acht Streckenrekorde verzeichnete. „Wir haben mit dem Streckenrekord von Wilson Kipsang die zweitschnellste Marathonstrecke der Welt. Und diese Position wollen wir verteidigen. Wenn wir am Sonntag ein Rennen mit einer 2:04er-Zeit sehen, wäre das ein super Ergebnis“, sagt Jo Schindler.

Christoph Kopp hat es bei den Rennen, die er betreut, zur Tradition gemacht, die Startnummer 7 Athleten zu geben, denen er eine besondere Leistung zutraut – und meistens liegt er mit der Verteilung der Glücksnummer richtig. Während bei den Männern am Sonntag Gilbert Kirwa mit dieser Nummer an den Start gehen wird, bekommt die 7 bei den Frauen Gelete Burka. Die Äthiopierin, die internationale Medaillen und Titel über 1.500 m auf der Bahn und im Crosslaufen gewonnen hat, läuft in Frankfurt ihr Marathon-Debüt und soll in guter Form sein. „Ich kenne sie zu wenig, um sie einzuschätzen. Aber mir wurde gesagt, sie sei in guter Form – also lassen wir uns überraschen“, sagte Christoph Kopp, der vor einem Jahr die 7 bei den Frauen an Meselech Melkamu vergeben hatte. Die Äthiopierin gewann das Rennen in 2:21:01 und kehrt als Titelverteidigerin nach Frankfurt zurück. Tirfi Tsegaye (Äthiopien/2:21:19), Eunice Jepkirui (Kenia/2:21:41), Mamitu Daska (Äthiopien/2:21:59) und Caroline Kilel (Kenia/2:22:36) sind die weiteren Favoritinnen.

„Das Männerrennen ist sehr offen. Aber das gilt auch für den Lauf bei den Frauen. Es wäre ein schöner Erfolg, wenn wir bei den Frauen zum vierten Mal in Folge einen Kursrekord erreichen könnten – je nach Wetter geht dann vielleicht sogar noch mehr“, sagt Christoph Kopp und Jo Schindler fügt hinzu: „Beim Frauen-Streckenrekord müssen wir im Vergleich zu den Männern noch aufholen. Es wäre ein Traum, eine Zeit von unter 2:20 Stunden zu erreichen. Aber ich hoffe, dass wir am Sonntag nicht nur zwei schnelle sondern auch zwei spannende Rennen sehen werden.“

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