Hannover-Marathon 2013

Kiptum und April greifen Streckenrekord beim Hannover-Marathon an

Die Sieger der beiden letzten Jahre, Joseph Kiptum (2012 in 2:09:56 h) und Lusapho April (2011 in 2:09:25 h), peilen beim Hannover-Marathon einen neuen Kursrekord an.

Hannover-Marathon 2013 - Bilder
Lusapho April und Joseph Kiptum, hier vor dem Rathaus in Hannover, treffen am Sonntag aufeinander.

Lusapho April und Joseph Kiptum, hier vor dem Rathaus in Hannover, treffen am Sonntag aufeinander.

Bild: photorun.net

Ein Duell zweier Sieger gibt es am Sonntag beim Marathon Hannover: Der kenianische Titelverteidiger Joseph Kiptum, der im vergangenen Jahr mit einer persönlichen Bestzeit von 2:09:56 Stunden gewann, trifft auf den Sieger von 2011, Lusapho April. Der Südafrikaner stellte seinen Hausrekord ebenfalls beim Triumph in Hannover auf. Er gewann vor zwei Jahren mit 2:09:25. Fünf weitere Kenianer gehen mit Bestzeiten von unter 2:10 Stunden an den Start. Damit ist der TUI Marathon Hannover so stark besetzt wie nie zuvor. Das Ziel ist es, den Streckenrekord von 2:08:52 Stunden zu unterbieten. Gespannt sein darf man, wie sich Vitaly Rybak (ART Düsseldorf) schlägt. Der Ukrainer will zukünftig für Deutschland starten. Die schnellste Frau auf der Startliste ist Olena Burkovska (Ukraine) mit 2:28:31. Die Veranstalter hoffen hier auf die erste Zeit unter 2:30 Stunden. Rahmenwettbewerbe hinzugerechnet, ist mit einer Rekordzahl von über 15.000 Meldungen zu rechnen.

Bei voraussichtlich guten Wetterbedingungen plant der für die Topathleten zuständige Christoph Kopp mit einer Halbmarathon-Zwischenzeit von 64:20 Minuten. ”Ich hoffe, dass dann eine Gruppe von acht bis zehn Läufern bis 25 oder sogar 30 km zusammen bleibt. Dann sollten wir auf Kurs sein für einen Streckenrekord“, erklärte Christoph Kopp, der vor einem Jahr gehofft hatte, dass Joseph Kiptum die Bestzeit seines Landsmannes Yussuf Sangoka (2:08:52 in 2010) unterbieten würde. Doch der Kenianer hatte damals Magenprobleme, gewann aber trotzdem noch mit 2:09:56. „Ich denke, Joseph kann mindestens eine Minute schneller laufen“, sagte Christoph Kopp.

„Eine Halbmarathon-Zwischenzeit von 64:20 Minuten sollte kein Problem sein“, sagte der 25-jährige Joseph Kiptum. „Ich hoffe, dass ich eine persönliche Bestzeit erreiche und den Streckenrekord brechen kann. Vielleicht ist sogar ein Ergebnis unter 2:08 Stunden möglich“, erklärte der Titelverteidiger. Angesprochen auf seine Magenprobleme aus dem vergangenen Jahr sagte er: „Ich bin damals in der Nacht vor dem Rennen mit großem Hunger aufgewacht. Dann habe ich sechs Bananen gegessen!“

Für Lusapho April wird das Rennen am Sonntag der erste Marathon seit den Olympischen Spielen in London sein. „Obwohl er im Vorfeld kleinere Verletzungsprobleme hatte, lief er in London über 30 km ein gutes Rennen. Lusapho war in der Gruppe mit Meb Keflezighi, der am Ende Vierter wurde. Aber dann hatte er Pech, als er am Verpflegungspunkt stürzte. Er humpelte in der letzten Runde“, erklärte seine südafrikanische Trainerin Karen Zimmerman. Lusapho April wurde schließlich 43. mit 2:19:00. Am Sonntag, so hofft seine Trainerin, wird er wieder in Topform sein. Der 30-Jährige hatte einen guten Halbmarathon-Test im Rahmen des Two Oceans-Rennens im März. Auf hügeligem Terrain wurde er Zweiter mit 63:40.

Fünf weitere Athleten – alle aus Kenia – sind im Rennen mit Bestzeiten von unter 2:10 Stunden: Der dreimalige Frankfurt-Marathon-Sieger Wilfred Kigen (2:07:33), der mit 38 Jahren immer noch ernsthaft trainiert, Daniel Kosgei (2:08:45), David Kisang (2:08:54), Sila Toek (2:09:09) und Jonathan Yego, der 2008 den Rom-Marathon mit 2:09:57 gewonnen hatte.

Zukünftig für Deutschland an den Start gehen möchte Vitaly Rybak. Der 33-jährige Ukrainer war bereits Dritter bei den Deutschen Halbmarathon-Meisterschaften im April (66:26 Minuten). Über die „halbe Distanz“ hat er einer Bestzeit von 64:41, im Marathon steht diese zurzeit noch bei 2:25:40.

Aus unterschiedlichen Gründen steht der Streckenrekord der Frauen in Hannover immer noch nicht unter 2:30 Stunden. Im vergangenen Jahr verbesserte die Russin Natalya Puchkova die Marke auf 2:30:17. Am Freitag gab es einen Rückschlag bezüglich einer möglichen Zeit von klar unter 2:30 Stunden. Denn die vermeintliche Favoritin Mercy Kibarus (Kenia), die sich im Halbmarathon vor kurzem auf starke 68:18 Minuten verbessert hatte, kann nicht nach Hannover reisen. Ihr Visum wurde am Freitagabend offenbar von einer französischen Botschafts-Mitarbeiterin auf dem Flughafen Nairobi ungültig gemacht. „Sie hatte ein Schengen-Visum für Frankreich, aber der Flug ging nach Amsterdam. Sie wurde ebenso wie ihr kenianischer Landsmann Patrick Terer, der auch zu den Favoriten gehört hätte, gestoppt“, erklärte ein empörter Christoph Kopp, der nichts mehr machen konnte. „Wenn sie die Visa nicht ungültig gemacht hätten, hätten wir die Flüge umbuchen können auf Paris. Dies ist ein unglaubliches Verhalten zum Schaden der Athleten und der Veranstaltung – für die Läufer sind monatelanges Training umsonst gewesen.“

Die Hoffnungen auf eine Zeit unter 2:30 Stunden ruhen nun auf Olena Burkovska (Ukraine/2:28:31) und der russischen Meisterin des Jahres 2012, Natalya Sokolova (2:30:10). Aber auch Marta Megra (Äthiopien) und die Debütantin Edinah Kwambai (Kenia) können eine Rolle spielen. Megra steigerte sich in Mumbai im Januar auf 2:31:01, Kwambai lief 2012 eine Halbmarathon-Bestzeit von 70:36 Minuten.

Für runnersworld.de wird der Fotograf Norbert Wilhelmi vor Ort sein. Die Bilder und einen Bericht zum Hannover-Marathon finden Sie noch am Abend nach dem Lauf auf runnersworld.de. Aber schon jetzt laden wir Sie ein, die Rennen der letzten Jahre Revue passieren zu lassen. Klicken Sie sich hierfür durch die Fotogalerien der vergangenen drei Jahre.

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