London-Marathon

Kipsang und Keitany beeindrucken beim London-Marathon

Wilson Kipsang und Mary Keitany waren beim London-Marathon nicht zu schlagen. Irina Mikitenko wurde wieder Siebente.

London-Marathon 2012 - Die Fotos
Wilson Kipsang hat in beeindruckender Manier den Virgin London-Marathon gewonnen

Wilson Kipsang gewann nach zwei Triumphen in Frankfurt jetzt auch in London.

Bild: photorun.net

Wilson Kipsang hat in beeindruckender Manier den London-Marathon gewonnen und damit sicherlich die Qualifikation für die Olympischen Spiele in der britischen Metropole geschafft. Der Kenianer stürmte in der Weltklassezeit von 2:04:44 Stunden ins Ziel am Buckingham Palast und hatte am Ende einen großen Vorsprung von über zwei Minuten auf seinen Landsmann Martin Lel (2:06:51) sowie den Äthiopier Tsegaye Kebede (2:06:52). Dass Kipsang zum zweiten Mal einen Rekord um vier Sekunden verpasste, dürfte ihn in diesem Fall nicht weiter stören. In Frankfurt war der 30-Jährige im vergangenen Herbst 2:03:42 gelaufen und hatte den Weltrekord um nur vier Sekunden verpasst, dieses Mal fehlte genau diese Anzahl von Sekunden zum Streckenrekord.

In der Breite der Spitze noch stärker war das Frauenrennen in London. Mary Keitany bestätigte dabei, dass sie diejenige sein wird, die es im Sommer bei den Olympischen Spielen zu schlagen gilt. Die 30-Jährige gewann das hochkarätig besetzte Rennen in 2:18:37 Stunden. Damit brach die Kenianerin den knapp elf Jahre alten Afrikarekord, den ihre Landsfrau Catherine Ndereba in Chicago mit 2:18:47 aufgestellt hatte, erzielte die fünftbeste Zeit aller Zeiten und eine Jahresweltbestzeit. Hinter Paula Radliffe – die Britin lief insgesamt dreimal noch schneller als Keitany heute und hält den in London 2003 aufgestellten Weltrekord mit 2:15:25 – sowie Liliya Shobukhova (Russland/2:18.20) ist Mary Keitany jetzt die drittschnellste Läuferin aller Zeiten.

Mit der Weltmeisterin Edna Kiplagat (Kenia) blieb in London am Sonntag eine zweite Läuferin unter 2:20. Sie war nach 2:19:50 im Ziel und dürfte sich damit ebenfalls für Olympia qualifiziert haben. Dritte wurde Priscah Jeptoo (2:20:14), gefolgt von der Berlin-Marathon-Siegerin Florence Kiplagat (2:20:57) und Lucy Kabuu (2:23:12). Damit belegten die Kenianerinnen gleich die ersten fünf Plätze. Hinter der sechstplatzierten Aberu Kebede (Äthiopien/2:24:04) wurde Irina Mikitenko (SC Gelnhausen) wie im vorigen Jahr in London Siebente. Die deutsche Marathon-Rekordlerin (2:19:19 Stunden) war nach 2:24:53 im Ziel und war damit die beste nicht-afrikanische Läuferin. Irina Mikitenko hat sich in diesem außerordentlich stark besetzten Rennen sehr gut geschlagen.

Gemessen an den Siegzeiten war der London-Marathon, der zu den World Marathon Mjors (WMM) gehört, das drittbeste Rennen über die klassischen 42,195 km aller Zeiten. Rechnet man die beiden Siegzeiten zusammen, ergibt sich ein Wert von 4:23:21 Stunden. Schneller war lediglich der Chicago-Marathon 2002 mit 4:23:14 (Khannouchi 2:05:56 und Radcliffe 2:17:18) sowie der Berlin-Marathon 2008 (Gebrselassie 2:03:59 und Mikitenko 2:19:19). Das Rennen in London 2003 war in dieser Wertung mit 2:23:21 (Abera 2:07:56 und Radcliffe 2:15:25) exakt genauso schnell wie der Lauf 2012.

Von rund 50.000 gemeldeten Läufern hatten 37.542 Athleten ihre Startnummer abgeholt. Bei fast idealen Wetterbedingungen mit kühlen Temperaturen, Sonnenschein und nur etwas Wind wird damit gerechnet, dass sich die Finisherzahl im Bereich von über 36.000 bewegt. Der London-Marathon ist der größte Frühjahrsmarathon der Welt.

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