Eindhoven-Marathon 2011

Kipchumba und Rono triumphierten in Eindhoven

Jafred Kipchumba gewann in 2:05:48 Stunden den Eindhoven-Marathon, seine Landsfrau aus Kenia, Georgina Rono, knackte ebenfalls den Streckenrekord in 2:24:33 Stunden.

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Georgina Rono ist schnellste Frau, die je in Eindhoven startete.

Bild: photorun.net

Gleich beide Streckenrekorde fielen beim Eindhoven-Marathon. Für das hochkarätigste Resultat in der Geschichte des Rennens sorgte dabei der Kenianer Jafred Kipchumba. Er gewann in 2:05:48 Stunden und sortiert sich damit zurzeit auf Rang elf der Jahresweltbestenliste ein. Schnellste Frau war Georgina Rono, ebenfalls aus Kenia, die nach 2:24:33 im Ziel war und sich dabei deutlich steigerte.

Nach viel versprechenden 63:13 Minuten hatte eine 17-köpfige Spitzengruppe die Halbmarathonmarke erreicht. Auf fünf Läufer hatte sich die Gruppe reduziert, als der 30-km-Punkt in 1:28:59 Stunden erreicht wurde. Neben Kipchumba liefen dessen Landsleute Mike Kipyego, Julius Arile und Nathaniel Kipkosgei sowie der Äthiopier Tadesse Tola, der im vergangenen Jahr den Paris-Marathon gewonnen hatte und als Favorit galt. Doch der Äthiopier konnte nicht mehr mithalten, als Kipchumba und Kipkosgei nach 33 km das Tempo forcierten. Vier Kilometer später setzte sich dann Kipchumba entscheidend ab. Während Kipkosgei als Zweiter noch hochklassige 2:06:28 Stunden erzielte, schnappte sich Mike Kipyego den dritten Platz mit 2:06:48. Tola blieb am Ende nur Rang vier.

„Ich trainiere gemeinsam mit Geoffrey Mutai, der hier in Eindhoven 2008 und 2009 gewonnen hat. Er hat mir erzählt, dass man hier sehr schnell laufen kann“, erklärte Jafred Kipchumba. Mutai hatte im April den Boston-Marathon in 2:03:02 Stunden – der schnellsten Zeit aller Zeiten – gewonnen. Diese Zeit kann jedoch nicht als Weltrekord geführt werden, da die Strecke nicht die nötigen Kriterien für Rekorde erfüllt. „Mutai war sehr stark im Training und da ich nicht ganz mithalten konnte, dachte ich, dass ich heute etwa 2:07 Stunden erreichen könnte“, sagte Jafred Kipchumba.

Im Frauenrennen lief Georgina Rono ebenfalls zum größten Erfolg ihrer bisherigen Karriere. Die Kenianerin hatte sich 10 Kilometer vor dem Ziel von ihren Konkurrentinnen Shitaye Bedaso (Äthiopien) sowie Hilda Kibet (Niederlande) gelöst. „Ich war mir aber erst zwei Kilometer vor dem Ziel sicher, dass ich gewinnen würde“, sagte Rono. Während die Siegerin mit 2:24:33 einen Kursrekord aufstellte, lief Bedaso 2:25:09. Hilda Kibet kam als Dritte in 2:26:36 ins Ziel.