Top-Lauf 2015

Kimetto gegen Kipsang beim London-Marathon

Beim London-Marathon 2015 treffen der amtierende Weltmeister Dennis Kimetto sowie sein Vorgänger Wilson Kipsang aufeinander.

Dennis Kimetto läuft 2015 den London-Marathon

Dennis Kimetto startet als Weltrekordler in London.

Bild: photorun.net

Das hochkarätigste City-Marathonrennen dieses Jahres wird am 26. April in Greenwich gestartet. Selbst bei den Weltmeisterschaften in Peking im August dürfte zumindest das Männerfeld in der absoluten Spitze kaum besser besetzt sein als der London-Marathon. An der Themse ist einmal mehr mit einem großartigen Wettkampf zu rechnen – mit einem Weltrekord dagegen eher nicht. Immer wieder zeigte sich in den vergangenen Jahren, dass bei einem derartigen Aufeinandertreffen von Ausnahmeläufern am Ende der prestigeträchtige Sieg im Vordergrund steht und weniger die Zeit. Keiner will nach dem Ausstieg der „Hasen“ für den anderen Tempo machen.

Fünf Marathon-Superstars aus Kenia laufen in London

Zum ersten Mal kommt es über die Marathondistanz zu einem Aufeinandertreffen des aktuellen Weltrekordlers Dennis Kimetto mit seinem Vorgänger Wilson Kipsang, der 2013 in Berlin 2:03:23 gelaufen war und in London als Titelverteidiger antreten wird. Ein Jahr später steigerte Kimetto diese Zeit in der deutschen Hauptstadt auf 2:02:57. Die jeweils zweitplatzierten Läufer dieser beiden Berliner Weltrekordrennen sind in London Ende April ebenfalls am Start: 2013 lief Eliud Kipchoge 2:04:05, ein Jahr später erreichte Emmanuel Mutai 2:03:13 und blieb damit ebenfalls noch unter der alten Weltrekordzeit. Hinzu kommt mit Geoffrey Mutai der Kursrekordler des Boston-Marathons (2:03:02), dessen Strecke jedoch nicht die Anforderungen für die Anerkennung von Weltrekorden erfüllt. Mutai hält zudem mit 2:05:06 Stunden auch die Kursbestzeit in New York. Dieses Quintett von Marathon-Superstars kommt aus Kenia.

In London führt die Strecke auch über die Tower Bridge.

Bild: photorun.net

Titelverteidigerin Kiplagat beim London-Marathon am Start

Im Rennen der Frauen treffen zwei Läuferinnen aufeinander, die sich nach Schwangerschaften jeweils eindrucksvoll zurückgemeldet haben: Die Kenianerin Mary Keitany gewann im vergangenen November den New York-Marathon, die Äthiopierin Aselefech Mergia triumphierte im Januar in Dubai. Keitany hat in London bereits zweimal gewonnen und erreichte dabei jeweils Weltklassezeiten: 2011 lief sie 2:19:19 Stunden, ein Jahr später steigerte sie sich auf die nach wie vor aktuelle Afrika-Rekordzeit von 2:18:37. Stark einzuschätzen ist sicherlich Florence Kiplagat (Kenia/Bestzeit: 2:19:44), die im Februar ihren Halbmarathon-Weltrekord auf 65:09 Minuten verbesserte. Die kenianische Titelverteidigerin und zweifache Marathon-Weltmeisterin Edna Kiplagat (2:19:50) gehört ebenso zu den Favoritinnen.

Die Fakten zum London-Marathon 2015 in der Übersicht

World Marathon Majors (WMM)-Rennen
IAAF Gold Label Race
Meldezahl: etwa 50.000
Meldungen noch möglich: Nein

Siegprämie: 55.000 Dollar
Gesamtpreisgeld (ohne Zeitprämien): 295.000 Dollar

Streckenrekorde:
2:04:29 Wilson Kipsang (KEN/2014)
2:15:25 Paula Radcliffe (GRB/2003/WR)

Topathleten und Bestzeiten
Männer: Dennis Kimetto (KEN/2:02:57), Geoffrey Mutai (KEN) 2:03:02, Emmanuel Mutai (KEN/2:03:13), Wilson Kipsang (KEN/2:03:23), Eliud Kipchoge (KEN/2:04:05), Ayele Abshero (ETH/2:04:23), Sammy Kitwara (KEN/2:04:28), Tsegaye Mekonnen (ETH/2:04:32), Stanley Biwott (KEN/2:04:55), Tilahun Regassa (ETH/2:05:27), Samuel Tsegay (ERI/2:07:28), Serhiy Lebid (UKR/2:08:32), Aleksey Reunkov (RUS/2:09:54), Ghebrezgiabhier Kibrom (ERI/2:10:00), Marcin Chabowski (POL/2:10:07), Koen Raymaekers (NED/2:10:35), Scott Overall (GBR/2:10:55), Guye Adola (ETH/Debüt).
Frauen: Mary Keitany (KEN/2:18:37), Aselefech Mergia (ETH/2:19:31), Florence Kiplagat (KEN/2:19:44), Edna Kiplagat (KEN/2:19:50), Priscah Jeptoo (KEN/2:20:14), Tirfi Tsegaye (ETH/2:20:18), Feyse Tadese (ETH/2:20:27), Jemima Sumgong (KEN/2:20:41), Tigist Tufa (ETH/2:21:52), Tetyana Gamera (UKR/2:22:09), Tatyana Arkhipova (RUS/2:23:29), Ana Dulce Félix (POR/2:25:40), Sara Moreira (POR/2:26:00), Alessandra Aguilar (ESP/2:27:00), Rkia El Moukim (MOR/2:28:12), Iwona Lewandowska (POL/2:28:32), Mary Davies (NZL/2:28:57), Elvan Abeylegesse (TUR/2:29:30), Diane Nukuri (BDI/2:29:35), Sonia Samuels (GBR/2:30:56).

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