Singapur-Marathon

Kibet bricht Kursrekord in Singapur

Unter tropischen Bedingungen gewann Luke Kibet mit 2:11:25 Stunden den Singapur-Marathon.

Kibet bricht Kursrekord im heißen Singapur

Luke Kibet gewann den Singapur-Marathon.

Bild: Standard Chartered Singapur-Marathon

In Hitze und hoher Luftfeuchtigkeit ist Luke Kibet ganz in seinem Element. In derartigen Bedingungen gewann er 2007 in Osaka die Marathon-Goldmedaille bei den Leichtathletik-Weltmeisterschaften. Jetzt wiederholte der Kenianer seinen Vorjahressieg beim Standard Chartered Singapur-Marathon. Doch damit nicht genug: Bei Temperaturen von 31 Grad Celsius und einer Luftfeuchtigkeit von 77 Prozent stellte der 26-jährige Luke Kibet zudem mit 2:11:25 Stunden einen Streckenrekord auf.

Der Singapur-Marathon hat sich zu einer der größten und bedeutendsten Laufveranstaltungen im asiatischen Bereich entwickelt. Für das Rennen am Sonntag registrierten die Veranstalter eine Rekordzahl von mehr als 50.000 Anmeldungen. Eingerechnet sind hier auch die Teilnehmer über 10 km sowie einem Halbmarathonlauf. Über 15.000 starteten über die klassischen 42,195 km.

Der Erfolg von Luke Kibet ist umso beachtlicher, wenn man weiß, dass der Kenianer, der in den vergangenen Jahren immer wieder Verletzungspech hatte und auch ein Opfer der bürgerkriegsähnlichen Unruhen in Kenia war, mit Achillessehnenproblemen lief. „Ich habe meine Achillessehne geschützt“, antwortete Luke Kibet auf die Frage, warum er nicht schon eher die Initiative ergriff und sich von seinem letzten Verfolger löste. Der Weltmeister von 2007 ließ es auf eine Spurtentscheidung ankommen. Dabei allerdings setzte sich Luke Kibet souverän gegen seinen Landsmann Johnstone Chepkwony durch, der mit acht Sekunden Rückstand in 2:11:33 Stunden Zweiter wurde. Auch der drittplatzierte Kenianer Vincent Krop blieb mit 2:11:51 noch unter dem alten Kursrekord. Vierter wurde John Kelai (Kenia/2:13:14). „Es war nicht ganz so schwül wie im vergangenen Jahr, dadurch konnten wir schneller rennen“, erklärte Luke Kibet, der seinen nächsten Marathon im April rennen möchte. „Eine Zeit von 2:11 Stunden in Singapur ist wie ein Ergebnis von 2:06 oder 2:07 an einem anderen, kühleren Ort“, sagte der zweitplatzierte Johnstone Chepkwony, der bereits 2008 Zweiter hinter Kibet gewesen war.

Im Rennen der Frauen sah alles nach einem Sieg der routinierten Lyubov Morgunova aus. Noch an der 30-km-Marke führte die 38-jährige Russin deutlich, doch dann kam ihre Landsfrau Albina Mayorova-Ivanova immer dichter heran und überholte die Führende schließlich bei 35 km. An der Halbmarathonmarke hatte Mayorova-Ivanova noch auf Rang zehn gelegen, dann startete sie ihre furiose Aufholjagd in der Hitze von Singapur. „Nach einer Babypause ist dieser Sieg ein wichtiger Schritt für meine weitere Karriere“, sagte die Russin und erklärte: „Nach der ersten Hälfte fühlte ich mich gut und konnte die Spitze vor mir noch sehen. Ich merkte, dass mein Rückstand nicht größer wurde.“ Die Siegzeit von 2:32:49 Stunden ist die zweitschnellste in der Geschichte des Singapur-Marathons. Lyubov Morgunova wurde in 2:34:49 Stunden vor der US-Amerikanerin Mary Akor-Beasley (2:36:44) Zweite.

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