Olympia-Ausscheidung

Kenias Elite startet beim London-Marathon

Kenias Verband verschiebt Olympia-Nominierung auf den 30. April, damit wird der London-Marathon am 22. April zum Ausscheidungsrennen.

London-Marathon

Ein dramatisches Rennen verspricht der London-Marathon am 22. April zu werden.

Bild: photorun.net

Der Virgin London-Marathon wird am 22. April für Kenias Marathonstars zu einer Art Ausscheidungsrennen für die Olympischen Spiele, die im Sommer in der britischen Metropole stattfinden. „Wir werden ein halbes Dutzend der besten kenianischen Läufer am Start haben und freuen uns genau 16 Wochen vor dem olympischen Rennen auf einen enorm spannenden Kampf um die Podiumsplätze“, erklärte Race-Direktor David Bedford. Bezüglich der dominierenden kenianischen Athleten – von denen nur drei für Olympia nominiert werden können – dürfte der Marathon im April besser besetzt sein als das Rennen um die Goldmedaillen am 12. August.

Kenias Funktionäre haben es damit allerdings wieder einmal nicht geschafft, ihren ursprünglichen Plan einzuhalten. Man wolle, so hieß es im Herbst immer wieder, den Athleten genügend Zeit geben und sie deshalb frühzeitig nominieren. Weltmeister Abel Kirui und Weltrekordler Patrick Makau galten schon als gesetzt. Und Makau erklärte nach seinem Rekordrennen in Berlin (2:03:38 Stunden), er werde sich voll und ganz auf Olympia konzentrieren und keinen Frühjahrsmarathon mehr laufen. Diese Planung machte Kenias Verband nun wieder zunichte. Die Nominierung wurde auf den 30. April vertagt.

Sechs Marathonläufer haben die Kenianer vornominiert, was aber aufgrund der jüngsten Erfahrungen wohl bedeutungslos ist. Vier von ihnen starten in London am 22. April: Patrick Makau, Frankfurt-Marathon-Sieger Wilson Kipsang (2:03:42), London-Vorjahressieger Emmanuel Mutai (2:04:40) und Weltmeister Abel Kirui (2:05:04). Die anderen beiden vornominierten Läufer sind Geoffrey Mutai, der als Titelverteidiger am 16. April in Boston starten wird, und Moses Mosop. Mutai war im vergangenen Jahr in Boston 2:03:02 Stunden gelaufen und war vier Sekunden vor Mosop im Ziel. Die Boston-Zeiten können aufgrund der Strecken-Beschaffenheit jedoch nicht als Rekorde anerkannt werden. Mosop wird am 15. April in Rotterdam laufen.

In London werden am 22. April noch zwei weitere Kenianer an den Start gehen, die sich für Olympia noch Chancen ausrechnen: Martin Lel (2:05:15) und Vincent Kipruto (2:05:13). Der voraussichtlich stärkste nicht-kenianische Läufer ist der Äthiopier Tsegaye Kebede (2:05:18).

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