Kanda und Kimutei siegten

Kenianischer Doppelsieg beim Rom-Marathon

Der Kenianer Luka Kanda gewann in seinem zweiten Marathonrennen den Rom-Marathon. Siegerin wurde nach einem dramatischen Rennen Hellen Kimutai .

Start des Rom-Marathons vor der Kolosseum

Der imposante Start vor dem Kolosseum.

Bild: photorun.net

Zweiter Marathon, zweiter Sieg: Luka Kanda hat am Sonntag das Rennen in Rom gewonnen und dabei den größten Erfolg seiner Karriere gefeiert. Der Kenianer setzte sich mit einer persönlichen Bestzeit von 2:08:04 Stunden durch. Schnellste Frau war nach einem dramatischen Rennen ebenfalls eine Kenianerin: Hellen Kimutai war nach 2:31:11 im Ziel. Die Veranstalter des Rom-Marathons – dem ersten bedeutenden europäischen Frühjahrsmarathon des Jahres 2012 – verzeichneten 15.500 Meldungen.

Die Spitzengruppe der Männer lief lange Zeit ein Tempo, das auf Endzeiten zwischen 2:06 und 2:06:30 Stunden hindeutete. Nachdem die Halbmarathonmarke nach 63:06 Minuten erreicht wurde, folgten Zwischenzeiten von 1:14:56 (25 km) und 1:29:56 (30 km). Auch sieben Kilometer vor dem Ziel lag die erste Gruppe noch in diesem Bereich (35 km: 1:44:52). Es war nun Luka Kanda, der das Tempo vorne bestimmte und sich bald darauf von seinen Konkurrenten lösen konnte. Bei warmem Wetter und steigenden Temperaturen wurde jedoch auch er langsamer. Mit 2:08:04 Stunden erreichte der Kenianer mit deutlichen Vorsprung vor seinem Landsmann Samson Barmao (2:08:52) das Ziel. Mit großem Abstand folgten die Äthiopier Abebe Tsega (2:10:47) sowie Tolesa Aredo Tadese (2:11:05).

Für Luka Kanda war es der zweite Marathonsieg im zweiten Rennen über die 42,195 km. Im vergangenen November hatte er sein Debüt in Cannes mit 2:08:40 Stunden gewonnen. Zuvor war Kanda hauptsächlich Halbmarathonrennen gelaufen, allerdings ohne vergleichbare Erfolge.

Hellen Kimutai holte mächtig auf und gewann den Rom-Marathon.

Bild: photorun.net

Sehr spannend wurde das Rennen der Frauen. Nachdem die Spitzengruppe die Halbmarathonmarke in 1:13:34 Stunden passiert hatte – zu diesem Zeitpunkt lag die spätere Siegerin Hellen Kimutai fünf Sekunden zurück –, schien die Entscheidung spätestens nach 35 km gefallen zu sein. An diesem Punkt hatte Ashete Bekele (Äthiopien) ihre bis dahin schärfste Konkurrentin, ihre Landsfrau Wordofa Abdela Makida, deutlich hinter sich gelassen. 31 Sekunden betrug ihr Vorsprung, und die zu diesem Zeitpunkt drittplatzierte Hellen Kimutai schien bei einem Rückstand von 1:07 Minuten aus dem Rennen um den Sieg zu sein. Doch es kam anders. Immer langsamer wurden die beiden Äthiopierinnen. Kurz vor der 40-km-Marke war Hellen Kimutai schon Zweite und der Rückstand betrug nur noch 16 Sekunden. Bekele verfiel fast schon in ein Jogging-Tempo und brauchte für die letzten 2,195 km 8:30 Minuten. Das reichte nicht für den sicher geglaubten Sieg. Rund einen Kilometer vor dem Ziel wurde sie von der Kenianerin überholt. Kimutai triumphierte schließlich in 2:31:11 Stunden vor Bekele (2:31:23). Mariya Kovalova (Russland/2:31:53) lief noch auf Rang drei vor Wordofa Abdela Makida (2:32:11).

Hellen Kimutai lief in Rom eines der besten Rennen ihrer Karriere. 2003 hatte sie den Hamburg-Marathon mit einer persönlichen Bestzeit von 2:25:52 gewonnen, Zweite war sie zudem beim Berlin-Marathon (2002) und beim Frankfurt-Marathon 2009.

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