Rotterdam-Marathon 2016, Rom-Marathon 2016

Kenianer stark in Rotterdam und Rom

Der Kenianer Marius Kipserem überrascht mit seinem Sieg in Rotterdam. Sein Landsmann Amos Kipruto gewinnt bei seinem Marathon-Debüt in Rom.

Sutume Asefa Kebede

Sutume Asefa Kebede lag in Rotterdam lange in Führung und wurde am Ende Zweite.

Bild: photorun.net

Kenianische Sieger gab es bei den Männerrennen der traditionellen Marathonläufe von Rotterdam und Rom. In Holland überraschte Marius Kipserem, in Italien lief Amos Kipruto zum Sieg. Bei den Frauen siegte die Äthiopierin Leterbrhan Gebreslasea in Rotterdam und ihre Landsfrau Rahma Tusa in Rom.

Marius Kipserem überrascht in Rotterdam

Marius Kipserem stahl den äthiopischen Stars Tsegaye Kebede und Ayele Abshero beim Rotterdam-Marathon die Show. Er gewann das Rennen in 2:06:11 Stunden vor den beiden Debütanten Solomon Deksisa (Äthiopien/2:06:22) und Geoffrey Kirui (Kenia/2:07:22). Kebede wurde Fünfter mit 2:10:56, Abshero kam nicht über Rang neun in 2:12:18 hinaus. Beide Läufer haben Bestzeiten von unter 2:05 und wollten sich mit einer derartigen Zeit noch für die Olympischen Spiele qualifizieren. Als die Spitzengruppe nach einem entsprechend schnellen Tempo die Halbmarathonmarke in 62:30 Minuten passierte, war Abshero schon längst zurückgefallen. Kebede konnte nach 30 km nicht mehr mithalten.

Marius Kipserem, der mit einer Bestzeit von 2:09:21 Stunden an den Start gegangen war, löste sich zunächst 5 km vor dem Ziel von Geoffrey Kirui und ließ dann nach 40 km auch seinen letzten Verfolger, Solomon Deksisa, zurück.

Sutume Asefa Kebede fiel nach Seitenstechen zurück

Im Rennen der Frauen setzte sich zunächst Sutume Asefa Kebede an der Spitze deutlich ab. Die Äthiopierin passierte die Halbmarathonmarke nach 70:49 Minuten und hatte fast zwei Minuten Vorsprung. Doch jenseits der 30 km bekam sie Seitenstechen und wurde deutlich langsamer. Gut fünf Kilometer später wurde sie von ihrer Landsfrau Leterbrhan Gebreslasea überholt, die in 2:26:15 gewann. Zweite wurde Kebede (2:28:04), Rang drei ging an Rebecca Korir (Kenia/2:29:16).

Amos Kipruto gewinnt beim Rom-Marathon

Einen überraschenden Sieger gab es am Sonntag auch beim Rom-Marathon. Hier gewann der kenianische Debütant Amos Kipruto in 2:08:12 Stunden vor dem Äthiopier Birhanu Addissie Achamie, der mit 2:09:27 wie im Vorjahr Rang zwei belegte. Dritter wurde Dominic Ruto (Kenia) in 2:09:28.

Schnellste Frau in Rom war die Äthiopierin Rahma Tusa, die in 2:28:49 vor ihrer Landsfrau Melka Mulu Duru (2:29:59) gewann. Rang drei ging an die Algerierin Kenza Dahmani mit 2:33:53. Für den Rom-Marathon hatten knapp 17.000 Läufer gemeldet.