Dubai-Marathon 2017

Kenenisa Bekele geht auf Weltrekord-Jagd

Kenenisa Bekele läuft seinen nächsten Marathon am 20. Januar in Dubai und wird dort einen neuen Anlauf auf den Weltrekord nehmen.

Kenenisa Bekele

Kenenisa Bekele kehrt nach Dubai zurück.

Bild: photorun.net

Auf der superflachen Strecke in den Vereinigten Emiraten wird der 34-jährige Äthiopier Kenenisa Bekele einen neuen Anlauf auf den Weltrekord nehmen, den er beim Berlin-Marathon im vergangenen September um lediglich sechs Sekunden verpasst hatte. In der deutschen Hauptstadt hatte der Kenianer Dennis Kimetto 2014 die aktuelle Bestmarke von 2:02:57 Stunden aufgestellt. Bekele gewann das Rennen vor dreieinhalb Monaten mit 2:03:03 nach einem spannenden Zweikampf mit dem Kenianer Wilson Kipsang. Es ist die zweitschnellste je auf einer rekordkonformen Strecke gelaufene Zeit und ein äthiopischer Rekord.

„Es gibt uns riesigen Auftrieb, Kenenisa beim Standard Chartered Dubai Marathon am Start zu haben. Seine Leistung in Berlin hat gezeigt, dass er jetzt mit der Distanz sehr gut zurecht kommt. Zudem hat er hier in Dubai noch etwas gut zu machen, nachdem er vor zwei Jahren das Rennen aufgegeben hatte“, erklärte der Organisator des Rennens, Peter Connerton.

Unter den hochklassigsten Marathonrennen der Welt bietet Dubai sicherlich die flachste Strecke und jene mit den wenigsten Kurven. Zwar fielen in dem Wüstenemirat bereits die beiden inoffiziellen Junioren-Weltrekorde, doch bei Männern und Frauen gab es dort bisher noch nie einen Weltrekord. Sowohl Haile Gebrselassie als auch Kenenisa Bekele selbst scheiterten mit entsprechenden Versuchen. Vor zwei Jahren ging Bekele nach gut 30 km verletzt aus dem Rennen und konnte dann aufgrund von Achillessehnen-Problemen über ein Jahr lang nirgendwo mehr an den Start gehen. Mit einem dritten Platz in London meldete er sich dann im April 2016 zurück, wurde aber nicht für die Olympischen Spiele nominiert. Bei seinem Sieg in Berlin bewies der 34-Jährige dann, dass er in der Lage ist, auch den Weltrekord über die klassische Distanz zu brechen. Seit über zehn Jahren hält der dreimalige Olympiasieger bereits die globalen Bestzeiten über 5.000 und 10.000 Meter.

„Es war phantastisch für mich, in Berlin eine persönliche Bestzeit zu laufen. Aber ich bin immer noch enttäuscht, dass ich den Weltrekord verpasst habe“, sagte Kenenisa Bekele. „Ich habe in Berlin gesehen, dass ich im Training immer noch etwas verändern muss.“

Zu Kenenisa Bekeles schärfsten Konkurrenten wird am 20. Januar sein Landsmann Tsegaye Mekonnen zählen. Der Youngster hatte das Rennen bereits als 18-Jähriger vor drei Jahren sensationell gewonnen und dabei mit 2:04:32 Stunden einen inoffiziellen Junioren-Weltrekord aufgestellt. Im vergangenen Jahr war Mekonnen in Dubai Dritter und erzielte mit 2:04:46 ebenfalls eine Weltklassezeit. Bei seinem letzten Marathonrennen kam er jedoch in Berlin im September nicht ins Ziel.

Die Marathonläufe von Kenenisa Bekele:

2014 Paris-Marathon, 1. in 2:05:04
2014 Chicago-Marathon, 4. in 2:05:51
2015 Dubai-Marathon, aufgegeben
2016 London-Marathon, 3. 2:06:36
2016 Berlin-Marathon, 1. 2:03:03

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