London-Marathon 2011

Keitany dominierte das Frauenrennen

Mary Keitany

Mary Keitany lief in London unter 2:20 Stunden.

Bild: photorun.net

Mit einem furiosen Tempo begann das Rennen der Frauen im Greenwich Park zu Fuße der Sternwarte. Die Läuferinnen in der Spitzengruppe schienen wahrlich nach den Sternen greifen zu wollen. Eine, die das vielleicht auch bei den Olympischen Spielen kann, ist Mary Keitany. Im zweiten Marathonrennen ihrer Karriere – die Premiere war für die Weltrekordlerin über 25 km und im Halbmarathon mit einem dritten Rang in New York 2010 in 2:29:01 enttäuschend verlaufen – rannte sie locker in einer zehnköpfigen Spitzengruppe. Hinter der Tempomacherin Iness Chenonge (Kenia) passierte sie die 10-km-Marke in 32:54 Minuten. Das ist eine Zwischenzeit, die gut ist für ein Ergebnis unter 2:19 Stunden. Mit dabei waren unter anderen die Titelverteidigerin Liliya Shobukhova (Russland) und die Berliner-Marathon-Siegerin des vergangenen Jahres, Aberu Kebede (Äthiopien).

Wie bei den Männern wurde das Rennen auch bei den Frauen auf dem folgenden 10-km-Abschnitt etwas langsamer. Die zehnköpfige Gruppe erreichte die Halbmarathonmarke in 70:37 Minuten. Nachdem die Tempomacherin dann aus dem Rennen gegangen war, setzte sich Liliya Shobukhova, die im dritten Anlauf endlich eine Zeit unter 2:20 Stunden erreichen wollte, an die Spitze und forcierte die Pace. Die Gruppe fiel auseinander, doch Mary Keitany ließ sie nicht abschütteln. Die Kenianerin lief neben der Russin her und nach 25 km flog sie förmlich davon. Selbst eine Liliya Shobukhova, die als frühere 3.000-m-Hallenweltrekordlerin über eine außerordentliche Grundschnelligkeit verfügt, war machtlos.

Unaufhaltsam strebte Mary Keitany ihrem ersten großen Marathonsieg und einer Zeit unter 2:20 Stunden entgegen. Schließlich wurde sie mit 2:19:19 zur viertschnellsten Läuferin aller Zeiten. Diesen Rang nimmt sie gemeinsam mit Irina Mikitenko ein, die 2008 in Berlin als zuvor letzte Läuferin diese Marke durchbrochen hatte. Für die 29-jährige Mary Keitany wird das noch nicht das Ende der Fahnenstange im Marathon sein. „Ich wusste, dass ich hier in London meine Bestzeit deutlich verbessern kann“, sagte die Kenianerin, die mit deutlichem Vorsprung vor Liliya Shobukhova (2:20:15), Edna Kiplagat (Kenia/2:20:46) sowie den Äthiopierinnen Bezunesh Bekele (2:23:42) und Atsede Baysa (2:23:50) gewann. Auf den nächsten Rängen dieses auch in der Breite der Spitze hochklassigen Rennens folgten Yukiko Akaba (Japan/2:24:09), Irina Mikitenko (2:24:24) und Jessica Augusto (Portugal/2:24:33).

Weiterlesen

Seite 3 von 4
Lesen Sie auf der nächsten Seite:
Mikitenko landete auf Rang sieben