25.000 beim Köln-Marathon

Katharina Heinig und Simret Restle siegen in Köln

25.000 Aktive starteten beim Köln-Marathon. Katharina Heinig siegte, Jan Fitschen wurde über die halbe Distanz Dritter.

Köln-Marathon 2010

Die Kölner Innenstadt wurde wieder für einen Tag von den Läufern erobert.

Katharina Heinig und Francis Kipkoech haben am Sonntag den Köln-Marathon gewonnen. Die Tochter der früheren Weltklasse-Marathonläuferin Katrin Dörre-Heinig war nach 2:46:05 Stunden im Ziel, der Kenianer siegte in 2:14:15. Für die beste Leistung aus deutscher Sicht sorgte jedoch Simret Restle (PSV Grün-Weiß Kassel), die den parallel veranstalteten Halbmarathon in 1:12:56 Stunden gewann. Hier war Leonard Langat (Kenia/63:00 Minuten) der Schnellste. Der Köln-Marathon hatte sich in diesem Jahr hauptsächlich auf deutsche Läufer konzentriert und erlebte damit erwartungsgemäß einen spitzensportlichen Absturz. Alle Wettbewerbe – auch Inline-Skating und Handbiking – zusammengezählt, hatten über 25.000 Athleten gemeldet.

Francis Kipkoech lief ein einsames Rennen an der Spitze. Bereits an der Halbmarathonmarke (68:29 Minuten) hatte er einen Vorsprung von rund zwei Minuten. Im Ziel lag er mit 2:14:15 Stunden fast eine Viertelstunde vor Ulrich Steidl (SSC Hanau-Rodenbach/2:27:33) und René Hauser (Schweiz/2:28:14).

Katharina Heinig lief ebenso konkurrenzlos durch Köln. Nach einer Halbmarathonzeit von 1:22:06 Stunden war sie mit einer persönlichen Bestzeit von 2:46:05 vor zwei Landsfrauen im Ziel: Unter drei Stunden blieb Kerstin Steg (LAC Quelle Fürth/2:59:49), Dritte wurde Tanja Hooß (LTF Marpingen) 3:02:35. Es war allerdings doch kein Marathondebüt von Katharina Heinig, wie irrtümlich vom Veranstalter vermeldet. Mindestens einmal zuvor ist die inzwischen 21-Jährige nach Recherchen der Fachzeitschrift ,Leichtathletik’ bereits über die 42,195 km gelaufen. Vor einem Jahr war sie dabei in München mit 2:59:21 Stunden Fünfte.

Eine klare Angelegenheit war das Halbmarathonrennen für Leonard Langat (Kenia), der mit 63:00 Minuten gute zwei Minuten Vorsprung hatte auf seinen Landsmann Collins Kibet (65:08). Bei seinem ersten ernsthaften Halbmarathon wurde Jan Fitschen (TV Wattenscheid) Dritter. Mit 65:19 Minuten platziert er sich damit auch auf Rang drei der deutschen Jahresbestenliste hinter Martin Beckmann (LG Leinfelden-Echterdingen/63:56) und Stefan Koch (LG Braunschweig/64:51). Ursprüngliches Ziel von Jan Fitschen war ein Ergebnis von etwa 64 Minuten. Im kommenden Jahr plant der 10.000-m-Europameister von 2006 sein Marathondebüt.

Gemessen an den Kölner Resultaten könnte Simret Restle (PSV Grün-Weiß Kassel) eine neue Perspektive für den Marathon sein. Sie gewann den Halbmarathon trotz Krämpfen in 1:12:56 Stunden vor der Juniorin Mary Naali (1:14:28) und Veronica Cheboi (beide Kenia/1:14:29). Nur eine deutsche Läuferin war in diesem Jahr bisher schneller als Simret Restle über die 21,0975 km: Sabrina Mockenhaupt (Kölner Verein für Marathon) lief in Berlin im Frühjahr 69:57 Minuten.

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Text: race-news-service.com
Foto: Norbert Wilhelmi